OpenAI hat die Abo-Struktur 2026 auf sechs Stufen erweitert. Zwischen der Gratis-Variante und ChatGPT Pro liegen 229 Euro im Monat, und die Unterschiede sind nicht in jeder Stufe den Aufpreis wert. Hier steht, was jede Stufe kostet und für wen sie sich rechnet.
Preise und Pläne
| Plan | Preis | Leistung | Für wen |
|---|---|---|---|
| Free | 0 € | Zugriff auf das Standardmodell, begrenzte Anfragen pro Zeitfenster, Websuche, Bildanalyse | Gelegentliche Nutzung, Ausprobieren |
| Go | 8 €/Monat | Mehr Zugriff auf das Spitzenmodell, deutlich mehr Bildgenerierungen als Free | Regelmäßige private Nutzung mit kleinem Budget |
| Plus | 23 €/Monat | Voller Zugriff auf das Spitzenmodell, Advanced Voice, Deep Research, eigene GPTs, Projektordner | Der Standard für berufliche Nutzung |
| Pro | 229 €/Monat | Nahezu unbegrenzte Nutzung, Zugriff auf die rechenintensivsten Modellvarianten, höchste Priorität | Vielnutzer, Entwicklung, Forschung |
| Business | 29 bis 34 €/Nutzer/Monat | Zentrale Verwaltung, geteilte GPTs, kein Training mit euren Daten, Admin-Konsole | Teams ab zwei Personen |
| Enterprise | auf Anfrage | SSO, Audit-Logs, erweiterte Compliance, individuelle Kontingente | Größere Unternehmen mit Compliance-Auflagen |
Alle Preise ohne Gewähr. Stand: Juli 2026.
Free: was du ohne Bezahlung bekommst
Die Gratis-Variante ist besser als ihr Ruf. Du bekommst Zugriff auf das Standardmodell, kannst das Web durchsuchen lassen und Bilder analysieren. Die Grenze liegt bei der Zahl der Anfragen pro Zeitfenster.
In der Praxis merkst du das Limit, sobald du an einem längeren Text arbeitest. Nach einer Handvoll komplexer Anfragen schaltet das System auf ein schwächeres Modell zurück, bis das Zeitfenster abgelaufen ist.
Go für 8 Euro: die neue Einstiegsstufe
Go ist die günstigste bezahlte Stufe und richtet sich an private Nutzer, denen Free zu eng ist. Enthalten sind mehr Anfragen an das Spitzenmodell und ein deutlich größeres Kontingent für Bildgenerierung.
Was fehlt, sind die Arbeitsfunktionen. Deep Research, eigene GPTs und Projektordner bleiben Plus vorbehalten. Wer ChatGPT hauptsächlich zum Chatten und für gelegentliche Bilder nutzt, spart mit Go 15 Euro im Monat gegenüber Plus.
Plus für 23 Euro: der Standard
Plus ist die Stufe, die die meisten beruflichen Nutzer brauchen. Der Preis liegt bei 23 Euro im Monat inklusive Mehrwertsteuer.
Dafür bekommst du vollen Zugriff auf das Spitzenmodell, Advanced Voice für gesprochene Unterhaltungen, Deep Research für längere Recherchen mit Quellen, eigene GPTs und Projektordner zum Sortieren von Unterhaltungen.
Eine Jahresoption mit Rabatt gibt es für Plus nicht. Die Abrechnung läuft monatlich und lässt sich jederzeit beenden.
Pro für 229 Euro: für wen sich das rechnet
Der Sprung von Plus auf Pro kostet das Zehnfache. Dafür bekommst du nahezu unbegrenzte Nutzung, Zugriff auf die rechenintensivsten Modellvarianten und die höchste Priorität bei Auslastung.
Für die allermeisten ist das zu viel. Die Stufe lohnt sich, wenn du täglich mehrere Stunden mit sehr langen Dokumenten oder komplexen Analysen arbeitest und die Limits von Plus regelmäßig sprengst. Wer unsicher ist, startet mit Plus und schaut nach einem Monat, ob er überhaupt an eine Grenze gestoßen ist.
Business und Enterprise: für Teams
Business kostet zwischen 29 und 34 Euro pro Nutzer und Monat, abhängig von der Zahlungsweise. Der wichtigste Unterschied zu Plus ist rechtlicher Natur. OpenAI trainiert nicht mit euren Eingaben, dazu kommen eine Admin-Konsole und geteilte GPTs für das Team.
Enterprise wird individuell verhandelt und bringt SSO, Audit-Logs und erweiterte Compliance-Funktionen. Das ist die Stufe für Unternehmen mit Betriebsrat, Datenschutzbeauftragtem und entsprechenden Auflagen.
Warum der Euro-Preis höher ist als der Dollar-Preis
OpenAI nennt auf der internationalen Seite 20 US-Dollar für Plus, in Deutschland zahlst du 23 Euro. Der Unterschied entsteht durch die Mehrwertsteuer, die im deutschen Endkundenpreis enthalten ist und im US-Listenpreis nicht.
Rechnerisch sind das 19 Prozent auf den Nettobetrag. Wer ein Gewerbe hat und die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer im Konto hinterlegt, zahlt den Nettopreis und führt die Steuer selbst ab. Das spart im Jahr rund 44 Euro bei Plus.
Der teure Umweg über den App Store
Schließt du das Abo in der iPhone- oder iPad-App ab, läuft die Zahlung über Apple. Apple behält eine Provision, und die schlägt sich in einigen Regionen im Preis nieder.
Günstiger fährst du fast immer, wenn du das Abo im Browser unter chatgpt.com abschließt. Die App funktioniert danach genauso, das Konto ist dasselbe. Wer bereits über Apple zahlt, kann dort kündigen und im Browser neu abschließen.
Die API als Alternative zum Abo
Neben den Abos verkauft OpenAI Zugriff über die Schnittstelle, abgerechnet nach verbrauchten Token statt pauschal. Für unregelmäßige Nutzung ist das oft günstiger als 23 Euro im Monat.
Der Haken liegt in der Bedienung. Die API hat keine Oberfläche, du brauchst entweder ein Drittanbieter-Programm oder etwas Programmierkenntnis. Wer ChatGPT nur ein paar Mal im Monat für längere Aufgaben braucht, kommt damit unter fünf Euro. Wer täglich arbeitet, fährt mit dem Abo besser, weil die Token-Kosten bei intensiver Nutzung schnell über den Pauschalpreis steigen.
Was die Konkurrenz verlangt
ChatGPT ist längst nicht mehr der günstigste Anbieter. Google hat seine Preise im Mai 2026 umgebaut, AI Plus kostet seitdem 4,99 Euro und AI Pro 21,99 Euro bei einem Kontextfenster von einer Million Token.
Mistral Le Chat Pro liegt bei 14,99 Euro pro Nutzer und Monat. Für deutsche Firmen kommt dort das Hosting in Frankreich dazu, was den Umgang mit Kundendaten deutlich vereinfacht. Claude Pro kostet rund 20 US-Dollar im Monat, bei jährlicher Zahlung 17 US-Dollar.
Einen ausführlichen Vergleich aller sieben Anbieter mit Serverstandorten findest du unter ChatGPT Alternativen. Wie sich ChatGPT selbst im Test schlägt, steht im ChatGPT Testbericht.
Welche Stufe passt zu dir
Wenn du ChatGPT ein paar Mal pro Woche nutzt, bleib bei Free. Die Limits reichen für gelegentliche Fragen.
Wenn du täglich chattest und Bilder erzeugst, nimm Go für 8 Euro.
Wenn du beruflich damit arbeitest, nimm Plus für 23 Euro. Deep Research und Projektordner sind die Funktionen, die den Unterschied im Alltag machen.
Wenn du im Team arbeitest und Kundendaten eingibst, führt an Business kein Weg vorbei. Der Punkt ist weniger die Technik als die Zusage, dass eure Eingaben nicht ins Training fließen.
Kündigen und wechseln
Alle Abos laufen monatlich und lassen sich in den Kontoeinstellungen unter Abonnement beenden. Die Kündigung wirkt zum Ende des bezahlten Zeitraums, du behältst den Zugang also bis zum letzten Tag.
Ein Wechsel zwischen den Stufen ist jederzeit möglich. Beim Hochstufen wird der Restbetrag angerechnet, beim Herabstufen greift die neue Stufe zum nächsten Abrechnungstermin. Läuft die Zahlung über Apple oder Google, musst du dort kündigen und nicht bei OpenAI.
Alle Preise Stand Juli 2026 und ohne Gewähr. OpenAI hat seine Struktur in den vergangenen zwölf Monaten zweimal geändert, ein Blick auf die offizielle Preisseite vor dem Abschluss schadet nicht.