GitHub Copilot war lange das einfachste KI-Angebot für Entwicklerinnen und Entwickler. Zehn US-Dollar im Monat, unbegrenzte Vervollständigungen, fertig. Mit dem Credit-System ist die Rechnung komplizierter geworden, weil Chat, Agenten und Kommandozeile jetzt Guthaben verbrauchen.
Diese Übersicht zeigt, was die einzelnen Stufen kosten, wofür Credits draufgehen und ab wann sich der Wechsel in eine höhere Stufe lohnt. Stand August 2026.
GitHub Copilot Preise 2026
| Plan | Preis pro Monat | Enthaltenes Guthaben | Für wen |
|---|---|---|---|
| Free | 0 $ | 2.000 Vervollständigungen, 50 Chats | Ausprobieren, Hobbyprojekte |
| Pro | 10 $ | 15 $ AI Credits | Einzelentwickler |
| Pro+ | 39 $ | 70 $ AI Credits | Vielnutzer, Agentenmodus |
| Max | 100 $ | 200 $ AI Credits | Dauerbetrieb mit Agenten |
| Business, Enterprise | auf Anfrage | je nach Vertrag | Teams mit Richtlinien |
Alle Preise ohne Gewähr. Stand: August 2026. Pro kostet im Jahresabo 100 US-Dollar.
Was in der kostenlosen Stufe steckt
Copilot Free gibt 2.000 Code-Vervollständigungen und 50 Chat-Anfragen im Monat. Das klingt nach viel und ist es nicht: Wer täglich programmiert, hat die Vervollständigungen nach anderthalb Wochen verbraucht.
Als Dauerlösung taugt die Stufe für Menschen, die gelegentlich ein Skript schreiben. Als Testphase ist sie brauchbar, weil sie ohne Zeitlimit läuft und du den Assistenten in deinem echten Arbeitsalltag ausprobieren kannst.
Kostenlos in vollem Umfang bekommen Copilot Pro außerdem Studierende, Lehrkräfte und Betreuende populärer Open-Source-Projekte. Die Prüfung läuft über GitHub Education und dauert in der Regel wenige Tage.
Copilot Pro für 10 US-Dollar: die Standardwahl
Pro hebt die Vervollständigungen auf unbegrenzt und legt 15 US-Dollar Guthaben im Monat für Chat, Agenten und Kommandozeile dazu. Im Jahresabo kostet der Plan 100 US-Dollar, was zwei Monate spart.
Für die meisten reicht das Guthaben aus. Vervollständigungen im Editor sind der Hauptnutzen und verbrauchen nichts, die Credits gehen nur bei Chat-Anfragen und Agentenläufen weg. Ein Credit entspricht einem US-Cent, eine einfache Chat-Anfrage kostet je nach Modell wenige Credits.
Eng wird es bei zwei Nutzungsarten: dem Agentenmodus, der Aufgaben selbstständig über mehrere Dateien abarbeitet, und den teuren Spitzenmodellen. Beides frisst Guthaben deutlich schneller.
Pro+ für 39 US-Dollar: wenn die Agenten laufen
Pro+ enthält 70 US-Dollar Guthaben, das rund vier- bis fünffache Volumen von Pro, dazu Zugriff auf die stärksten verfügbaren Modelle und Prüfprotokolle. Der Sprung lohnt sich, sobald du regelmäßig größere Umbauten von einem Agenten erledigen lässt.
Wer den Assistenten hauptsächlich beim Tippen nutzt und dreimal am Tag etwas fragt, wird das Guthaben von Pro nie ausschöpfen. In dem Fall ist Pro+ verschenktes Geld.
Max für 100 US-Dollar: der Dauerbetrieb
Max liefert 200 US-Dollar Guthaben und vorrangigen Zugriff auf neue Modelle. Das richtet sich an Menschen, die einen erheblichen Teil ihrer Arbeit an Agenten abgeben und deshalb täglich mehrere Stunden Modellzeit verbrauchen.
Als Faustregel: Wer bei Pro+ regelmäßig vor Monatsende nachkaufen muss, spart mit Max. Alle anderen bleiben darunter.
Wie das Credit-System praktisch funktioniert
Guthaben und Verbrauch lassen sich im GitHub-Konto einsehen, was vor bösen Überraschungen schützt. Aufgebrauchtes Guthaben führt nicht automatisch zu einer Nachzahlung, die betroffenen Funktionen stehen dann bis zum Monatswechsel nicht mehr zur Verfügung, sofern du keinen Nachkauf einrichtest.
Zwei Dinge sind wichtig zu wissen. Erstens verfällt nicht verbrauchtes Guthaben zum Monatsende. Zweitens kostet dieselbe Anfrage je nach gewähltem Modell sehr unterschiedlich viel, teure Reasoning-Modelle sind ein Vielfaches der schnellen Standardmodelle.
Wer sparen will, stellt den Standard auf ein schnelles Modell und wechselt nur für schwierige Aufgaben auf das große. Das verlängert das Guthaben spürbar.
Copilot für Teams und Unternehmen
Business und Enterprise werden individuell bepreist und bringen zentrale Lizenzverwaltung, Richtlinien für die Nutzung, Ausschluss bestimmter Quelldateien und Haftungsfreistellung bei Urheberrechtsfragen mit. Enterprise ergänzt die Indizierung der eigenen Codebasis, was die Antwortqualität in großen Projekten hebt.
Für deutsche Unternehmen ist die Haftungsfreistellung der praktisch relevante Punkt, weil sie das Risiko abfedert, dass erzeugter Code fremden Lizenzbedingungen unterliegt.
So schätzt du deinen Bedarf ein
Der einfachste Test läuft über die Free-Stufe. Nutze sie zwei Wochen im normalen Arbeitsalltag und schau danach in die Verbrauchsanzeige. Wer die 2.000 Vervollständigungen in dieser Zeit ausschöpft, aber die 50 Chat-Anfragen nicht, ist mit Pro richtig bedient.
Umgekehrt gilt: Wer den Chat ständig braucht und den Agentenmodus für ganze Arbeitsschritte einsetzt, verbraucht Credits schneller, als der Pro-Plan sie nachliefert. In dem Fall lohnt der Sprung auf Pro+, bevor der Nachkauf zur Gewohnheit wird.
Für Teams gilt eine andere Rechnung. Business und Enterprise werden je Platz abgerechnet, dafür bekommst du Richtlinien, zentrale Verwaltung und die Haftungsfreistellung. Bei mehr als drei Entwicklern ist die Verwaltung über Einzelabos in der Praxis der teurere Weg, weil Lizenzen an Personen hängen und beim Ausscheiden neu vergeben werden müssen.
Wie sich Copilot preislich einordnet
Mit 10 US-Dollar ist Copilot der günstigste Einstieg unter den ernstzunehmenden KI-Assistenten fürs Programmieren. Cursor kostet 20 US-Dollar, Windsurf ebenfalls 20 US-Dollar, Claude Pro mit Claude Code liegt bei 17 US-Dollar im Jahresabo.
Der Unterschied liegt weniger im Preis als im Ansatz. Copilot arbeitet in deinem vorhandenen Editor, die Konkurrenz bringt eigene Umgebungen mit tieferem Projektverständnis mit. Was das im Alltag bedeutet, zeigt der Cursor Testbericht.
Die inhaltliche Bewertung findest du im GitHub Copilot Testbericht.
Fazit
Für Einzelentwickler ist Copilot Pro für 10 US-Dollar im Monat weiterhin das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, weil Vervollständigungen unbegrenzt bleiben und das Guthaben für den Alltag reicht. Studierende und Open-Source-Betreuende sollten den kostenlosen Zugang prüfen, bevor sie zahlen.
Die höheren Stufen sind eine Entscheidung für den Agentenmodus. Wer Aufgaben tatsächlich abgibt, rechnet mit Pro+ oder Max, wer beim Tippen unterstützt werden will, bleibt bei Pro und stellt das Standardmodell auf die schnelle Variante.
Der andere Ansatz: die Anwendung statt der Zeile
Copilot, Cursor und Windsurf helfen dir beim Schreiben von Code. Eine zweite Werkzeuggattung setzt eine Stufe höher an und baut aus einer Beschreibung eine lauffähige Anwendung samt Oberfläche, Datenbank und Auslieferung.
Bolt.new und Lovable kosten mit 25 US-Dollar mehr als Copilot Pro und rechnen zusätzlich nach Verbrauch ab. Für Entwickler, die täglich in einem gewachsenen Projekt arbeiten, ersetzen sie Copilot nicht. Für einen Prototyp, ein internes Werkzeug oder eine kleine Anwendung neben der eigentlichen Arbeit kommst du damit schneller ans Ziel als mit Autovervollständigung im Editor.
Beide haben einen Gratis-Einstieg, der für einen ersten Test reicht. Die Oberflächen sind englisch.
Die beiden Baukästen im Vergleich
| Tool | Einstiegspreis | Gratis-Variante | Deutsch |
|---|---|---|---|
| Bolt.new | ab 25 $/Monat | Ja, 1 Mio. Token/Monat | Nein |
| Lovable | ab 25 $/Monat | Ja, 5 Credits/Tag | Nein |
Alle Preise ohne Gewähr. Stand: August 2026.
Aktuelle Preise direkt bei GitHub Copilot
Die Preise in diesem Artikel haben den Stand August 2026. Maßgeblich ist immer der Betrag, der dir im Bezahlvorgang angezeigt wird.
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