DeepL hat drei bezahlte Tarife mit festem Preis und eine Gratis-Version. Der wichtigste Unterschied zwischen ihnen betrifft weniger die Zahl der Dokumente als die Frage, was mit deinen Texten passiert. Dazu gleich mehr.
Preise und Pläne
| Plan | Preis | Leistung | Für wen |
|---|---|---|---|
| Free | 0 € | 50.000 Zeichen pro Monat, 1 Dokument pro Monat bis 5 MB, 1 Glossar mit 5 Einträgen, Texte dürfen zur Verbesserung der Dienste genutzt werden | Gelegentliches Übersetzen einzelner Absätze |
| Individual | 7,49 €/Monat jährlich, 8,99 € monatlich | 300.000 Zeichen pro Monat, 3 Dokumente pro Monat bis 30 MB, 1 Glossar mit 5 Einträgen, Übersetzung ganzer Webseiten, Texte werden nach der Übersetzung gelöscht | Einzelpersonen mit regelmäßigem Bedarf |
| Team | 24,99 €/Nutzer/Monat jährlich, 29,99 € monatlich | 1 Million Zeichen pro Nutzer und Monat, 20 Dokumente pro Monat bis 30 MB, 5 Glossare mit bis zu 1.000 Einträgen, Massenübersetzung von Dateien, Teamverwaltung | Übersetzer und Teams mit festem Vokabular |
| Business | 49,99 €/Nutzer/Monat jährlich, 59,99 € monatlich | Unbegrenzte Zeichen (Fair-Use-Regel), 100 Dokumente pro Monat bis 100 MB, unbegrenzte Glossare, Translation Memory, Write Pro inklusive | Agenturen und Abteilungen mit hohem Volumen |
Alle Preise ohne Gewähr. Stand: September 2026.
Was die Gratis-Version kann
Kostenlos übersetzt DeepL Textabschnitte bis zu einer Grenze von 50.000 Zeichen im Monat. Ein Dokument im Monat ist drin, mit höchstens 5 Megabyte.
Für den privaten Gebrauch reicht das. Eine E-Mail auf Englisch, ein Absatz aus einem fremdsprachigen Artikel, dafür brauchst du kein Abo.
Der Punkt, den die meisten übersehen
In der Gratis-Version behält DeepL die übersetzten Texte, um die Dienste zu verbessern. In allen Pro-Tarifen werden sie nach der Übersetzung gelöscht und fließen nicht in die Modelle ein.
Das ist der eigentliche Grund, warum Firmen zahlen. Wer einen Vertragsentwurf, eine Bewerbung oder Kundendaten durch die Gratis-Version schickt, gibt diese Inhalte aus der Hand. Bei personenbezogenen Daten ist das ein Datenschutzverstoß, unabhängig davon, wie gut die Übersetzung ist.
Der Individual-Tarif für 7,49 Euro im Monat löst dieses Problem. Für Firmen ist das die günstigste Absicherung, die man für unter zehn Euro kaufen kann.
Individual für 7,49 Euro
300.000 Zeichen Textübersetzung im Monat, drei Dokumente pro Monat und Dateien bis 30 Megabyte. Dazu die Löschzusage. Bei monatlicher statt jährlicher Zahlung kostet Individual 8,99 Euro.
Für Einzelpersonen mit regelmäßigem Bedarf ist das die richtige Stufe. Die drei Dokumente reichen für gelegentliche Verträge oder Präsentationen. Wer täglich Dateien durchschickt, stößt an die Grenze.
Team für 24,99 Euro: die Glossare
Der Sprung auf Team kostet gut das Dreifache (24,99 Euro pro Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung, 29,99 Euro bei monatlicher). Dafür gibt es eine Million Zeichen und 20 Dokumente im Monat. Die höhere Dokumentzahl ist dabei der kleinere Teil des Werts.
Entscheidend sind die Glossare. Du legst fest, wie bestimmte Begriffe immer übersetzt werden, und DeepL hält sich daran. Team erlaubt fünf Glossare mit bis zu 1.000 Einträgen je Sprachpaar, Individual nur eines mit fünf Einträgen. Für Unternehmen mit eigener Terminologie ist das der Unterschied zwischen brauchbaren Rohübersetzungen und Texten, die jedes Mal nachkorrigiert werden müssen.
Die Anbindung an professionelle Übersetzungsprogramme gehört bei neuen Abos nicht mehr dazu. Laut DeepL-Hilfecenter enthalten nur Team- und Business-Abos, die vor dem 31. März 2026 abgeschlossen wurden, den nötigen Schlüssel. Wer als Übersetzer mit solchen Programmen arbeitet und heute neu bucht, braucht zusätzlich das API-Paket Growth.
Business für 49,99 Euro
Business kostet 49,99 Euro pro Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung, monatlich 59,99 Euro. Die Stufe hebt das Zeichenlimit auf (DeepL behält sich bei übermäßiger Nutzung Grenzen vor), erlaubt 100 Dokumente im Monat und Dateien bis 100 Megabyte. Dazu kommen unbegrenzt viele Glossare, ein Übersetzungsspeicher (Translation Memory, er merkt sich bereits übersetzte Sätze) und Write Pro.
Die Stufe richtet sich an Agenturen und Abteilungen, die täglich mit großen Dateien arbeiten. Für Einzelpersonen ist sie praktisch nie die richtige Wahl.
Der Standortvorteil
DeepL sitzt in Köln und betreibt seine Rechenzentren in Europa. Für deutsche Firmen verkürzt das die Prüfung durch den Datenschutzbeauftragten erheblich, weil die Frage nach dem Drittlandtransfer entfällt.
Bei US-Anbietern brauchst du einen Auftragsverarbeitungsvertrag und musst dich mit dem Transfer in die USA auseinandersetzen. Bei DeepL fällt dieser Schritt weg. Das ist ein Argument, das in reinen Funktionsvergleichen regelmäßig untergeht und in der Praxis über die Werkzeugwahl entscheidet.
Die API als günstigere Variante
Neben den Abos verkauft DeepL Zugriff über eine Schnittstelle, abgerechnet nach übersetzten Zeichen. Die kostenlose Stufe Developer bringt ein einmaliges Startguthaben von einer Million Zeichen. Die bezahlte Stufe Growth kostet 23,80 Euro im Monat bei jährlicher Zahlung (29,75 Euro monatlich), enthält eine Million Zeichen pro Monat und berechnet jede weitere Million mit 22 Euro.
Für Firmen, die Übersetzung in eigene Abläufe einbauen, ist das der günstigere Weg. Ein Onlineshop, der Produkttexte automatisch übersetzt, zahlt über die Schnittstelle einen Bruchteil dessen, was Nutzerlizenzen kosten würden.
Für Menschen, die einfach nur Texte übersetzen wollen, ist die Schnittstelle nichts. Sie hat keine Oberfläche, du brauchst ein Programm oder eine Erweiterung, die sie anspricht.
DeepL Write ist mit dabei
Zu DeepL gehört DeepL Write, ein Werkzeug zur Überarbeitung eigener Texte. Es korrigiert Grammatik, schlägt Formulierungen vor und passt den Ton zwischen sachlich und locker an. Eine Grundversion mit Zeichenlimit gibt es auch ohne Abo, die Vollversion Write Pro steckt im Business-Tarif. Zu Individual und Team lässt sie sich für 6,99 Euro pro Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung dazubuchen (8,99 Euro monatlich).
Für deutschsprachige Texte liefert Write oft bessere Vorschläge als die allgemeinen Sprachmodelle, weil es auf Umformulierung statt auf Neuschreiben ausgelegt ist. Der eigene Text bleibt erkennbar.
Wer DeepL ohnehin für Übersetzungen zahlt, sollte Write kennen. Es rechtfertigt für manche Nutzer den Beitrag allein.
Wann sich der Wechsel zu einer Alternative lohnt
Bei europäischen Sprachpaaren liefert DeepL weiterhin die natürlicheren Ergebnisse als die allgemeinen Sprachmodelle. Der Abstand ist allerdings kleiner geworden.
Für gelegentliches Übersetzen im Rahmen anderer Arbeit reicht heute oft der Chatbot, den du ohnehin bezahlst. Wer bereits ChatGPT Plus oder Claude Pro hat, spart sich den zusätzlichen Beitrag, solange keine sensiblen Dokumente im Spiel sind.
Bei asiatischen Sprachen und bei sehr kurzen Textfragmenten ohne Zusammenhang schneiden andere Anbieter teilweise besser ab.
Eine Übersicht der Optionen findest du unter DeepL Alternativen. Wie sich DeepL im Test schlägt, steht im DeepL Testbericht.
Wo DeepL im Alltag Zeit spart
Die Programme für Windows und macOS sind der unterschätzte Teil des Abos. Du markierst Text in einem beliebigen Programm, drückst zweimal die Steuerungstaste und bekommst die Übersetzung im Fenster daneben. Kein Wechsel in den Browser, kein Kopieren.
Dasselbe gilt für die Browser-Erweiterung, die in den bezahlten Tarifen ganze Seiten übersetzt und dabei das Layout erhält. Bei fremdsprachigen Recherchen spart das spürbar Zeit.
Programme und Erweiterung stehen auch der Gratis-Version offen, nur die Übersetzung ganzer Seiten nicht. Wer DeepL nur gelegentlich braucht, sollte sie trotzdem installiert haben, weil sie die Hürde zum Nachschlagen deutlich senken.
Welcher Tarif passt zu dir
Wenn du privat gelegentlich einen Absatz übersetzt, bleib bei Free. Installiere dir aber das Programm für deinen Rechner, das gibt es auch ohne Abo.
Wenn du beruflich übersetzt, nimm mindestens Individual. Weniger wegen der Funktionen als wegen der Löschzusage für deine Texte.
Wenn deine Firma feste Fachbegriffe hat, nimm Team. Die Glossare sparen mehr Zeit als jede andere Funktion in diesem Vergleich.
Wenn du täglich große Dateien durchschickst, prüfe Business. Vorher lohnt der Blick, ob Team mit seinen 20 Dokumenten wirklich zu knapp ist.
Alle Preise Stand 30. September 2026, inklusive Mehrwertsteuer und ohne Gewähr. DeepL unterscheidet zwischen monatlicher und jährlicher Abrechnung, die Preise in den Überschriften beziehen sich auf die günstigere jährliche Variante.
Aktuelle Preise direkt bei DeepL
Die Preise in diesem Artikel haben den Stand September 2026. Maßgeblich ist immer der Betrag, der dir im Bezahlvorgang angezeigt wird.
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