GitHub Copilot war lange das einfachste KI-Angebot für Entwicklerinnen und Entwickler. Zehn US-Dollar im Monat, unbegrenzte Vervollständigungen, fertig. Mit dem Credit-System ist die Rechnung komplizierter geworden, weil Chat, Agenten und Kommandozeile jetzt Guthaben verbrauchen.
Diese Übersicht zeigt, was die einzelnen Stufen kosten, wofür Credits draufgehen und ab wann sich der Wechsel in eine höhere Stufe lohnt. Stand: 14. Oktober 2026.
GitHub Copilot Preise 2026
| Plan | Preis pro Monat | Enthaltenes Guthaben | Für wen |
|---|---|---|---|
| Free | 0 $ | 2.000 Vervollständigungen, eingeschränkte Chat- und Agentennutzung | Ausprobieren, Hobbyprojekte |
| Pro | 10 $ | 15 $ AI Credits | Einzelentwickler |
| Pro+ | 39 $ | 70 $ AI Credits | Vielnutzer, Agentenmodus |
| Max | 100 $ | 200 $ AI Credits | Dauerbetrieb mit Agenten |
| Business, Enterprise | 19 $ / 39 $ je Platz | 19 $ / 39 $ AI Credits je Platz, gemeinsamer Pool | Teams mit Richtlinien |
Alle Preise ohne Gewähr. Stand: 14. Oktober 2026. GitHub nennt auf der Preisseite nur Monatspreise.
Was in der kostenlosen Stufe steckt
Copilot Free gibt 2.000 Code-Vervollständigungen im Monat und ein begrenztes Kontingent an AI Credits für Chat, Agentenmodus und Kommandozeile. Eine feste Zahl an Chat-Anfragen nennt GitHub nicht mehr, das Modell wählt Copilot in der Free-Stufe automatisch aus. Das reicht nach unserer Einschätzung für tägliches Programmieren nicht lange.
Als Dauerlösung taugt die Stufe für Menschen, die gelegentlich ein Skript schreiben. Als Probephase ist sie brauchbar, weil sie ohne Zeitlimit läuft und du den Assistenten in deinem echten Arbeitsalltag ausprobieren kannst.
Verifizierte Lehrkräfte und Betreuende populärer Open-Source-Projekte können Copilot Pro laut GitHub kostenlos bekommen. Studierende erhalten seit März 2026 den eigenen kostenlosen Plan Copilot Student mit unbegrenzten Vervollständigungen, einem Credit-Kontingent und automatischer Modellwahl. Die Prüfung läuft über GitHub Education und dauert in der Regel wenige Tage.
Copilot Pro für 10 US-Dollar: die Standardwahl
Pro hebt die Vervollständigungen auf unbegrenzt und legt 15 US-Dollar Guthaben im Monat für Chat, Agenten und Kommandozeile dazu. Die 15 US-Dollar setzen sich laut GitHub aus 10 US-Dollar festem Grundguthaben und 5 US-Dollar flexiblem Zusatzkontingent zusammen, das GitHub künftig anpassen kann. Ein Jahresabo führt GitHub auf der Preisseite nicht mehr auf, bestehende Jahresabos laufen laut GitHub bis zu ihrem Ende weiter.
Für die meisten reicht das Guthaben aus. Vervollständigungen im Editor sind der Hauptnutzen und verbrauchen nichts, die Credits gehen nur bei Chat-Anfragen und Agentenläufen weg. Ein Credit entspricht einem US-Cent. Eine kurze Frage mit einem leichten Modell kostet laut GitHub nur einen Bruchteil eines Credits, lange Agentensitzungen mit Spitzenmodellen deutlich mehr.
Eng wird es bei zwei Nutzungsarten: dem Agentenmodus, der Aufgaben selbstständig über mehrere Dateien abarbeitet, und den teuren Spitzenmodellen. Beides frisst Guthaben deutlich schneller.
Pro+ für 39 US-Dollar: wenn die Agenten laufen
Pro+ enthält 70 US-Dollar Guthaben, das rund vier- bis fünffache Volumen von Pro, dazu Zugriff auf die stärksten verfügbaren Modelle und Prüfprotokolle. Der Sprung lohnt sich, sobald du regelmäßig größere Umbauten von einem Agenten erledigen lässt.
Wer den Assistenten hauptsächlich beim Tippen nutzt und dreimal am Tag etwas fragt, dürfte das Guthaben von Pro kaum ausschöpfen. In dem Fall ist Pro+ verschenktes Geld.
Max für 100 US-Dollar: der Dauerbetrieb
Max liefert 200 US-Dollar Guthaben und vorrangigen Zugriff auf neue Modelle. Das richtet sich an Menschen, die einen erheblichen Teil ihrer Arbeit an Agenten abgeben und deshalb täglich mehrere Stunden Modellzeit verbrauchen.
Als Faustregel: Wer bei Pro+ regelmäßig vor Monatsende nachkaufen muss, spart mit Max. Alle anderen bleiben darunter.
Wie das Credit-System praktisch funktioniert
Guthaben und Verbrauch lassen sich im GitHub-Konto einsehen, was vor bösen Überraschungen schützt. Aufgebrauchtes Guthaben führt nicht automatisch zu einer Nachzahlung, die betroffenen Funktionen stehen dann bis zum Monatswechsel nicht mehr zur Verfügung, sofern du keinen Nachkauf einrichtest.
Zwei Dinge sind wichtig zu wissen. Erstens verfällt nicht verbrauchtes Guthaben zum Monatsende. Zweitens kostet dieselbe Anfrage je nach gewähltem Modell sehr unterschiedlich viel, teure Reasoning-Modelle sind ein Vielfaches der schnellen Standardmodelle.
Wer sparen will, stellt den Standard auf ein schnelles Modell und wechselt nur für schwierige Aufgaben auf das große. Das verlängert das Guthaben spürbar. In den Bezahlplänen gibt GitHub außerdem 10 Prozent Rabatt auf die Modellkosten, wenn du die automatische Modellwahl nutzt.
Copilot für Teams und Unternehmen
Business kostet 19 US-Dollar, Enterprise 39 US-Dollar je Platz und Monat. Jeder Platz bringt AI Credits in Höhe seines Preises in einen gemeinsamen Pool der Organisation, Mehrverbrauch kostet laut GitHub einen US-Cent je Credit. Beide Pläne bringen zentrale Lizenzverwaltung, Richtlinien für die Nutzung, Ausschluss bestimmter Quelldateien und Haftungsfreistellung bei Urheberrechtsfragen mit. Enterprise ergänzt die Indizierung der eigenen Codebasis, was laut GitHub die Antwortqualität in großen Projekten verbessern soll.
Für deutsche Unternehmen ist die Haftungsfreistellung der praktisch relevante Punkt, weil sie das Risiko abfedert, dass erzeugter Code fremden Lizenzbedingungen unterliegt.
So schätzt du deinen Bedarf ein
Am einfachsten findest du das über die Free-Stufe heraus. Nutze sie zwei Wochen im normalen Arbeitsalltag und schau danach in die Verbrauchsanzeige. Wer die 2.000 Vervollständigungen in dieser Zeit ausschöpft, das Credit-Kontingent für Chat und Agenten aber nicht, ist mit Pro richtig bedient.
Umgekehrt gilt: Wer den Chat ständig braucht und den Agentenmodus für ganze Arbeitsschritte einsetzt, verbraucht Credits schneller, als der Pro-Plan sie nachliefert. In dem Fall lohnt der Sprung auf Pro+, bevor der Nachkauf zur Gewohnheit wird.
Für Teams gilt eine andere Rechnung. Business und Enterprise werden je Platz abgerechnet, dafür bekommst du Richtlinien, zentrale Verwaltung und die Haftungsfreistellung. Bei mehr als drei Entwicklern ist die Verwaltung über Einzelabos eher der teurere Weg, weil Lizenzen an Personen hängen und beim Ausscheiden neu vergeben werden müssen.
Wie sich Copilot preislich einordnet
Mit 10 US-Dollar gehört Copilot zu den günstigsten Einstiegen unter den ernstzunehmenden KI-Assistenten fürs Programmieren. Auf der Cursor-Preisseite stehen seit dem 12. Oktober 2026 die Pakete der X Subscription von xAI. Plus kostet 8 US-Dollar und bietet in Cursor nur Grok-Modelle, Premium mit dem Umfang von Cursor Pro kostet 30 US-Dollar, andere Modelle wie Claude oder GPT rechnet Cursor zusätzlich nach Verbrauch ab. Bestehende Cursor-Abos laufen laut xAI unverändert weiter. Devin Desktop (früher Windsurf) kostet 20 US-Dollar, Claude Pro mit Claude Code liegt bei 17 US-Dollar im Jahresabo.
Der Unterschied liegt weniger im Preis als im Ansatz. Copilot arbeitet in deinem vorhandenen Editor, die Konkurrenz bringt eigene Umgebungen mit, die nach unserer Einschätzung tiefer ins Projekt blicken. Was das im Alltag bedeutet, zeigt unsere Bewertung von Cursor.
Die inhaltliche Einordnung findest du in unserer Bewertung von GitHub Copilot.
Fazit
Für Einzelentwickler ist Copilot Pro für 10 US-Dollar im Monat nach unserer Einschätzung weiterhin das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, weil Vervollständigungen unbegrenzt bleiben und das Guthaben für den Alltag reicht. Studierende und Open-Source-Betreuende sollten den kostenlosen Zugang prüfen, bevor sie zahlen.
Die höheren Stufen sind eine Entscheidung für den Agentenmodus. Wer Aufgaben tatsächlich abgibt, rechnet mit Pro+ oder Max, wer beim Tippen unterstützt werden will, bleibt bei Pro und stellt das Standardmodell auf die schnelle Variante.
Der andere Ansatz: die Anwendung statt der Zeile
Copilot, Cursor und Devin Desktop (früher Windsurf) helfen dir beim Schreiben von Code. Eine zweite Werkzeuggattung setzt eine Stufe höher an und baut aus einer Beschreibung eine lauffähige Anwendung samt Oberfläche, Datenbank und Auslieferung.
Bolt.new und Lovable kosten mit 25 US-Dollar mehr als Copilot Pro und rechnen zusätzlich nach Verbrauch ab. Für Entwickler, die täglich in einem gewachsenen Projekt arbeiten, ersetzen sie Copilot nicht. Für einen Prototyp, ein internes Werkzeug oder eine kleine Anwendung neben der eigentlichen Arbeit kommst du damit eher schneller ans Ziel als mit Autovervollständigung im Editor.
Beide haben einen Gratis-Einstieg, der zum ersten Ausprobieren reicht. Die Oberflächen sind englisch.
Die beiden Baukästen im Vergleich
| Tool | Einstiegspreis | Gratis-Variante | Deutsch |
|---|---|---|---|
| Bolt.new | ab 25 $/Monat | Ja, 1 Mio. Token/Monat | Nein |
| Lovable | ab 25 $/Monat | Ja, 5 Credits/Tag | Nein |
Alle Preise ohne Gewähr. Stand: Oktober 2026.
Aktuelle Preise direkt bei GitHub Copilot
Die Preise in diesem Artikel haben den Stand Oktober 2026. Maßgeblich ist immer der Betrag, der dir im Bezahlvorgang angezeigt wird.
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