ElevenLabs rechnet in Credits ab, und die Umrechnung in Minuten Sprache ist der Punkt, an dem die meisten den falschen Tarif wählen. Dazu kommt für EU-Kunden eine Mehrwertsteuer, die auf der Preisseite nicht steht.
Preise und Pläne
| Plan | Preis | Leistung | Für wen |
|---|---|---|---|
| Free | 0 $ | 10.000 Credits pro Monat, etwa 10 Minuten Sprache, keine kommerzielle Nutzung | Ausprobieren |
| Starter | 6 $/Monat (5 $ jährlich) | 30.000 Credits, kommerzielle Nutzung erlaubt, sofortiges Stimmklonen | Erste bezahlte Projekte, kleine Videos |
| Creator | 22 $/Monat (18,33 $ jährlich) | 121.000 Credits, professionelles Stimmklonen, höhere Audioqualität | Der Standard für Podcast und Video |
| Pro | 99 $/Monat (82,50 $ jährlich) | 600.000 Credits, Zugriff auf die Schnittstelle mit höherem Durchsatz | Regelmäßige Produktion, Hörbücher |
| Scale | 299 $/Monat (249,17 $ jährlich) | 1,8 Millionen Credits, Verwaltung mehrerer Arbeitsbereiche | Agenturen und Studios |
| Business | 990 $/Monat (825 $ jährlich) | 6 Millionen Credits, erweiterte Verwaltung und Support | Unternehmen mit hohem Volumen |
Alle Preise ohne Gewähr. Stand: Juli 2026.
Wie die Credits funktionieren
Als Faustregel entspricht ein Credit einem Zeichen Text. Eine normale Seite Fließtext hat rund 1.800 Zeichen und kostet damit etwa 1.800 Credits.
Umgerechnet in Sprechzeit heißt das: Die 10.000 Credits der Gratis-Stufe reichen für etwa zehn Minuten, die 30.000 in Starter für rund 30 Minuten und die 121.000 in Creator für ungefähr zwei Stunden fertige Sprache.
Rechne bei der Tarifwahl mit Verschnitt. In der Praxis erzeugst du Passagen mehrfach, bis Betonung und Tempo stimmen. Ein Podcast von 20 Minuten verbraucht daher eher das Doppelte an Credits.
Die Mehrwertsteuer-Falle
ElevenLabs nennt Nettopreise in US-Dollar. Für Käufer aus der EU kommen 19 Prozent Mehrwertsteuer obendrauf.
Aus 22 US-Dollar für Creator werden damit rund 26 US-Dollar. Wer mit dem Listenpreis kalkuliert, liegt bei jedem Tarif um ein Fünftel daneben. Firmen mit Umsatzsteuer-Identifikationsnummer können diese im Konto hinterlegen und zahlen dann den Nettobetrag.
Free: nur zum Ausprobieren
Die Gratis-Stufe gibt dir 10.000 Credits im Monat, also etwa zehn Minuten Sprache. Zum Testen der Stimmqualität reicht das gut aus.
Zwei Einschränkungen machen sie für echte Arbeit unbrauchbar. Die kommerzielle Nutzung ist nicht erlaubt, und du musst ElevenLabs als Quelle nennen. Für jedes Projekt, mit dem Geld verdient wird, brauchst du mindestens Starter.
Starter für 6 Dollar: der günstige Einstieg
Starter ist der günstigste Weg zu kommerziell nutzbarer Sprache. 30.000 Credits, dazu das sofortige Stimmklonen, bei dem eine kurze Aufnahme genügt, um eine Stimme nachzubilden.
Für einzelne Videos, kurze Ansagen oder erste bezahlte Projekte reicht das. Wer regelmäßig produziert, ist nach zwei Wochen durch.
Creator für 22 Dollar: der Standard
Creator ist die Stufe, auf der die meisten landen. 121.000 Credits entsprechen rund zwei Stunden fertiger Sprache im Monat, dazu kommt das professionelle Stimmklonen.
Der Unterschied beim Klonen ist deutlich. Beim sofortigen Verfahren reicht eine kurze Aufnahme, das Ergebnis klingt brauchbar. Beim professionellen Verfahren lieferst du deutlich mehr Material und bekommst eine Stimme, die von der Vorlage kaum zu unterscheiden ist. Für Hörbücher und regelmäßige Formate lohnt der Aufwand.
Dazu steigt die Audioqualität auf ein Niveau, das für Veröffentlichungen taugt.
Pro, Scale und Business
Ab Pro für 99 US-Dollar bekommst du 600.000 Credits und einen höheren Durchsatz über die Schnittstelle. Das ist die Stufe für Hörbuchproduktion und regelmäßige Formate mit Länge.
Scale für 299 US-Dollar bringt 1,8 Millionen Credits und die Verwaltung mehrerer Arbeitsbereiche, gedacht für Agenturen mit mehreren Kunden. Business für 990 US-Dollar richtet sich an Unternehmen mit sehr hohem Volumen.
Für Einzelpersonen sind diese Stufen praktisch nie die richtige Wahl. Wer bei Creator regelmäßig ansteht, prüft zuerst, ob sich der Verschnitt durch bessere Vorbereitung des Textes senken lässt.
Was du beim Stimmklonen rechtlich beachten musst
Eine Stimme zu klonen ist technisch in wenigen Minuten erledigt. Rechtlich ist es das nicht. Die Stimme einer Person gehört zu ihren Persönlichkeitsrechten, und die Nutzung ohne Einwilligung ist in Deutschland angreifbar.
ElevenLabs verlangt bei der Einrichtung eine Bestätigung, dass du die Rechte an der Aufnahme hast. Diese Bestätigung schiebt die Verantwortung zu dir. Wer die Stimme eines Sprechers, eines Kunden oder einer bekannten Person nachbildet, braucht eine schriftliche Einwilligung.
Bei der eigenen Stimme ist die Lage einfach. Für alles andere gilt: erst die Erlaubnis einholen, dann klonen.
Deutsche Sprachausgabe im Praxistest
Die deutsche Aussprache hat sich deutlich verbessert und trägt inzwischen auch längere Passagen. Drei Stolperstellen bleiben.
Zahlen und Abkürzungen werden manchmal falsch aufgelöst, gerade bei Datumsangaben und Maßeinheiten. Eigennamen und Ortsnamen betont das Modell gelegentlich englisch. Bei zusammengesetzten Wörtern, die im Deutschen häufig vorkommen, sitzt die Betonung ebenfalls nicht immer richtig.
Gegenmittel ist die Vorbereitung des Textes. Zahlen ausschreiben, schwierige Namen lautschriftlich notieren und lange Komposita bei Bedarf trennen. Das kostet Zeit vor der Erzeugung und spart Credits, weil du weniger oft nachbessern musst.
Zwei Monate sparen bei Jahreszahlung
Bei jährlicher Abrechnung zahlst du zehn statt zwölf Monate. Der Effektivpreis sinkt damit auf 5 US-Dollar für Starter, 18,33 für Creator und 82,50 für Pro.
Bei Creator sparst du damit rund 44 US-Dollar im Jahr. Die Bindung über zwölf Monate ist die Abwägung. In einem Markt, in dem sich die Sprachqualität halbjährlich verbessert, ist das für manche zu lang.
Wenn die Credits leer sind
Ist das Kontingent aufgebraucht, stoppt die Erzeugung bis zum nächsten Abrechnungszeitraum. Nicht genutzte Credits verfallen zum Monatsende und werden nicht übertragen.
In den höheren Tarifen lässt sich eine verbrauchsabhängige Weiternutzung einschalten. Dann läuft die Produktion weiter und jede zusätzliche Erzeugung wird gesondert berechnet. Wer diese Einstellung aktiviert, sollte ein Limit setzen, sonst wird die Abrechnung unangenehm.
Welcher Tarif passt zu dir
Wenn du nur die Stimmqualität prüfen willst, nimm Free.
Wenn du einzelne Videos vertonst, nimm Starter für 6 US-Dollar. Damit ist die kommerzielle Nutzung abgedeckt.
Wenn du regelmäßig produzierst, nimm Creator. Das professionelle Stimmklonen und die zwei Stunden Sprache decken Podcast und Videokanal ab.
Wenn du Hörbücher machst, plane Pro ein. Eine durchschnittliche Romanlänge verbraucht mehrere Hunderttausend Credits, damit ist Creator rechnerisch zu knapp.
Was die Konkurrenz verlangt, steht unter ElevenLabs Alternativen. Die Einzelbewertung findest du im ElevenLabs Testbericht.
Alle Preise Stand Juli 2026 und ohne Gewähr. Für EU-Kunden kommen 19 Prozent Mehrwertsteuer auf die genannten Nettobeträge.