Midjourney rechnet anders ab als die meisten KI-Bildgeneratoren. Du kaufst dort Rechenzeit statt einer festen Zahl von Bildern. Wer das nicht weiß, wählt den falschen Tarif und wundert sich nach zwei Wochen, warum nichts mehr geht.
Preise und Pläne
| Plan | Preis | Leistung | Für wen |
|---|---|---|---|
| Basic | 10 $/Monat (8 $ jährlich) | Rund 3,3 Stunden Fast-GPU-Zeit, kein Relax-Modus, Bilder öffentlich sichtbar | Ausprobieren und gelegentliche Bilder |
| Standard | 30 $/Monat (24 $ jährlich) | 15 Stunden Fast-GPU-Zeit plus unbegrenzte Bilder im Relax-Modus | Der Tarif für die meisten regelmäßigen Nutzer |
| Pro | 60 $/Monat (48 $ jährlich) | 30 Stunden Fast-GPU-Zeit, Relax unbegrenzt, Stealth-Modus für private Bilder | Kundenarbeit, bei der Bilder nicht öffentlich sein dürfen |
| Mega | 120 $/Monat (96 $ jährlich) | 60 Stunden Fast-GPU-Zeit, Relax unbegrenzt, Stealth-Modus | Studios mit hohem Volumen, vor allem bei Video |
Alle Preise ohne Gewähr. Stand: Juli 2026.
Das Wichtigste zuerst: GPU-Stunden statt Bilder
Jeder Tarif enthält ein festes Kontingent an Fast-GPU-Zeit. Ein Bild im schnellen Modus verbraucht ungefähr eine Minute. Die 15 Stunden im Standard-Tarif reichen damit für grob 900 Bilder, sofern du keine aufwendigen Varianten oder Hochskalierungen anstößt.
Videogenerierung ist der große Verbraucher. Ein einzelner Clip frisst so viel Rechenzeit wie mehrere Dutzend Standbilder. Wer mit Video arbeitet, kommt mit Standard nicht weit.
Die häufigste Kostenfalle
Nicht verbrauchte Fast-GPU-Stunden verfallen am Ende des Abrechnungszeitraums. Sie werden nicht ins nächste Monat übertragen.
Für unregelmäßige Nutzung heißt das: Ein kleiner Tarif plus gelegentlicher Zukauf von Rechenzeit ist günstiger als ein großer Tarif, dessen Kontingent du in ruhigen Monaten verschenkst. Zusätzliche GPU-Stunden lassen sich jederzeit nachkaufen.
Basic für 10 Dollar
Der Einstiegstarif gibt dir rund 3,3 Stunden Fast-GPU-Zeit, also ungefähr 200 Bilder im Monat. Der Relax-Modus fehlt, ist dein Kontingent aufgebraucht, musst du nachkaufen oder warten.
Zum Kennenlernen taugt der Tarif. Für ernsthafte Arbeit ist er zu knapp bemessen, das merkst du meist in der ersten Woche.
Standard für 30 Dollar: die richtige Wahl für die meisten
Der entscheidende Unterschied zu Basic ist der Relax-Modus. Damit erzeugst du unbegrenzt viele Bilder, auch wenn die Fast-Stunden aufgebraucht sind. Die Wartezeit liegt je nach Auslastung bei einer bis zehn Minuten pro Bild.
In der Praxis arbeitest du im Fast-Modus, solange du Ideen durchprobierst, und schaltest für die Massenproduktion auf Relax. Diese Kombination deckt die allermeisten Anwendungsfälle ab.
Pro für 60 Dollar: der Stealth-Modus
Pro verdoppelt die Fast-Stunden auf 30 und schaltet den Stealth-Modus frei. Ohne Stealth landen alle deine Bilder in der öffentlichen Galerie von Midjourney und sind für andere Nutzer sichtbar.
Für Kundenarbeit ist das der springende Punkt. Wer für Auftraggeber Bildmaterial erzeugt, das vor der Veröffentlichung nicht in einer öffentlichen Galerie auftauchen darf, braucht Pro. Die zusätzlichen Rechenstunden sind dabei fast Nebensache.
Mega für 120 Dollar
Mega bringt 60 Fast-Stunden und richtet sich an Studios mit hohem Volumen. Der Tarif rechnet sich vor allem bei Videoproduktion, wo die Rechenzeit schnell knapp wird.
Für Einzelpersonen ist Mega praktisch nie die richtige Wahl. Wer mit Standard oder Pro regelmäßig an Grenzen stößt, fährt mit Nachkauf von Rechenzeit meist günstiger.
20 Prozent sparen bei Jahreszahlung
Bei jährlicher Abrechnung sinkt jeder Preis um ein Fünftel. Aus 10 werden 8 US-Dollar, aus 30 werden 24, aus 60 werden 48 und aus 120 werden 96.
Bei Standard sparst du damit 72 US-Dollar im Jahr. Der Haken ist die Bindung. Midjourney ändert seine Modelle und Funktionen häufig, und die Konkurrenz holt auf. Wer sich nicht sicher ist, ob er in zwölf Monaten noch bei Midjourney ist, zahlt besser monatlich.
Rechenzeit nachkaufen
Ist das Kontingent aufgebraucht, kannst du zusätzliche Fast-GPU-Stunden einzeln kaufen. Der Preis liegt bei rund 4 US-Dollar pro Stunde, unabhängig von deinem Tarif.
Diese Möglichkeit macht die Tarifwahl entspannter. Wer im Schnitt mit Standard auskommt und nur in zwei Monaten im Jahr mehr braucht, fährt mit Nachkauf günstiger als mit dem dauerhaften Wechsel auf Pro. Rechne einmal durch: Der Sprung von Standard auf Pro kostet 30 US-Dollar mehr im Monat, das entspricht siebeneinhalb nachgekauften Stunden.
Was du für die Nutzungsrechte wissen solltest
Als zahlender Kunde besitzt du die kommerziellen Nutzungsrechte an den erzeugten Bildern. Das gilt für alle vier Tarife.
Zwei Einschränkungen sind wichtig. Unternehmen mit mehr als einer Million US-Dollar Jahresumsatz brauchen den Pro- oder Mega-Tarif für die kommerzielle Nutzung. Ohne Stealth-Modus sind deine Bilder außerdem öffentlich sichtbar, auch wenn dir die Rechte daran gehören. Wer unter Verschwiegenheitspflicht arbeitet, muss das im Blick behalten.
Bezahlen und kündigen
Midjourney rechnet in US-Dollar über Kreditkarte oder PayPal ab. Je nach Bank kommen Gebühren für die Währungsumrechnung dazu, meist zwischen einem und zwei Prozent. Bei Standard sind das rund vier bis sieben US-Dollar im Jahr.
Das Abo läuft monatlich und lässt sich in den Kontoeinstellungen beenden. Der Zugang bleibt bis zum Ende des bezahlten Zeitraums bestehen, danach kannst du deine erzeugten Bilder weiterhin herunterladen. Ein Jahresabo lässt sich nur zum Ende der Laufzeit kündigen.
Was die Konkurrenz kostet
Midjourney liegt im oberen Preisbereich. Leonardo AI und Ideogram bieten Gratis-Kontingente, Stable Diffusion lässt sich bei entsprechender Hardware sogar lokal und damit kostenlos betreiben.
Der Aufpreis geht auf die Bildqualität. Bei fotorealistischen Motiven und stilistisch geschlossenen Serien liefert Midjourney weiterhin die besten Ergebnisse. Wer diese Qualität nicht braucht, spart bei der Konkurrenz deutlich.
Eine Übersicht der Optionen findest du unter Midjourney Alternativen. Wie sich Midjourney im Test schlägt, steht im Midjourney Testbericht. Zu den Einzeltests der Konkurrenz geht es hier: Leonardo AI, Ideogram und Stable Diffusion.
Welcher Tarif passt zu dir
Wenn du Midjourney kennenlernen willst, nimm Basic für einen Monat und schau, wie schnell das Kontingent leer ist. Der Wechsel nach oben ist jederzeit möglich und wird anteilig verrechnet.
Wenn du regelmäßig Bilder brauchst, nimm Standard. Der Relax-Modus nimmt dir den Druck, auf die Uhr zu schauen.
Wenn du für Kunden arbeitest, nimm Pro. Der Stealth-Modus ist bei Auftragsarbeit eine Voraussetzung und keine Komfortfunktion.
Alle Preise Stand Juli 2026 und ohne Gewähr. Midjourney rechnet in US-Dollar ab, auf der Kreditkartenabrechnung kommen je nach Bank noch Umrechnungsgebühren dazu.