KI-Ratgeber

Präsentation mit KI erstellen: Wege, Grenzen, Preise

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Illustration zum Ratgeber Präsentation mit KI erstellen, Kategorie KI-Ratgeber | vergleich.cc

Der Termin steht, die Folien fehlen, und im Kopf liegt eine halbe Idee davon, was du eigentlich sagen willst. Genau an dieser Stelle greifen die meisten zu einem KI-Werkzeug, und das ist vernünftig. Binnen weniger Minuten liegt etwas auf dem Bildschirm, das nach Präsentation aussieht. Es ist zugleich der Punkt, an dem viele Vorträge kippen, weil das Aussehen fertig ist und der Inhalt nicht.

Dieser Ratgeber trennt beides. Er zeigt die drei Wege, auf denen KI beim Foliensatz hilft, ordnet bei jedem ein, was du erwarten kannst, und geht dann die Strecke weiter, in der die eigentliche Arbeit steckt. Gemeint ist der Weg vom Rohentwurf zur Datei, die im Meetingraum funktioniert. Alle Preise und Funktionsangaben haben den Stand vom 31. August 2026, geprüft auf den Seiten der Anbieter.

Was können KI-Werkzeuge bei einer Präsentation wirklich übernehmen?

Die Antwort besteht aus zwei Teilen, einem angenehmen und einem unbequemen. Wer beide kennt, spart sich die Enttäuschung nach dem ersten Durchlauf.

Wobei die Werkzeuge helfen

  • Eine Rohgliederung: aus einem Thema und einer Zielgruppe entsteht in Sekunden eine Kapitelfolge, die als Diskussionsgrundlage taugt.
  • Formulierungen: Folientitel, Aufzählungspunkte und Überleitungen kommen in der Regel sprachlich sauber heraus.
  • Ein durchgängiges Aussehen: gleiche Abstände, gleiche Schriftgrößen, gleiche Farblogik über alle Folien hinweg. Das dürfte der größte sichtbare Gewinn gegenüber selbst gebauten Foliensätzen sein.
  • Sprechernotizen: zu jeder Folie ein Absatz, den du danach an deine eigene Sprache anpasst.
  • Kürzen und übersetzen: ein bestehender Foliensatz lässt sich auf die Hälfte zusammenziehen oder in eine andere Sprache bringen.

Woran die Werkzeuge scheitern

  • Die Auswahl: ein Modell weiß nicht, welcher deiner sieben Punkte der wichtige ist. Es gewichtet nach Häufigkeit im Trainingsmaterial, nicht nach Bedeutung für deinen Termin.
  • Die Zahlen: Werte, die du nicht selbst mitgibst, können erfunden werden. Sie sehen plausibel aus und müssen nicht stimmen. Das ist der teuerste Fehler in diesem ganzen Feld.
  • Der Spannungsbogen: KI-Foliensätze sind oft Listen. Sie bauen von sich aus selten Spannung auf, weil sie keinen Konflikt kennen, den sie auflösen wollen.
  • Das Publikum im Raum: ob dein Gegenüber Vorwissen hat, skeptisch ist oder gleich entscheiden muss, steht in keinem Prompt, solange du es nicht hineinschreibst.

Als Faustregel taugt dieser Satz. Die Werkzeuge liefern eine brauchbare Rohfassung, keine Präsentation, die trägt. Der Unterschied zwischen beidem ist nach unserer Einschätzung etwa eine Stunde Arbeit, und die kann dir niemand abnehmen.

Welche drei Wege gibt es, eine Präsentation mit KI zu erstellen?

In der Praxis haben sich drei Vorgehensweisen herausgebildet. Sie unterscheiden sich weniger im Ergebnis als in der Frage, wo die Datei am Ende liegt und wer sie weiterbearbeiten kann.

Weg 1: Präsentations-KI von der Eingabe zur fertigen Folie

Du gibst ein Thema oder einen Text ein, das Werkzeug erzeugt Gliederung, Folien, Layout und Bilder in einem Durchgang. Bekannte Vertreter sind Gamma, Beautiful.ai und Präsentationsfunktionen in Canva. Das Ergebnis liegt zuerst im Web, die Bearbeitung findet im Browser statt.

Der Vorteil ist die Geschwindigkeit. Ein ansehnlicher Entwurf entsteht in wenigen Minuten. Der Nachteil zeigt sich in dem Moment, in dem du die Datei als PPTX brauchst, weil dein Unternehmen mit einer Vorlage arbeitet oder die Technik im Saal nur PowerPoint kennt. Dazu weiter unten mehr.

Weg 2: Sprachmodell für Struktur und Text, Bau in PowerPoint oder Keynote

Hier übernimmt ein Sprachmodell wie ChatGPT, Claude oder Gemini nur die Denkarbeit. Es liefert Gliederung, Folientitel, Stichpunkte und Sprechernotizen als Text, und du baust den Foliensatz in deinem gewohnten Programm.

Das klingt nach mehr Aufwand und ist in vielen Fällen der schnellere Weg. Die Firmenvorlage sitzt von Anfang an, die Master funktionieren, niemand muss hinterher Schriften reparieren. Für alles, was in eine bestehende Corporate-Vorlage muss, ist dieser Weg der verlässlichste.

Weg 3: KI-Funktionen direkt in PowerPoint und Google Slides

Microsoft 365 Copilot sitzt in PowerPoint selbst und baut aus einem Word-Dokument oder einer kurzen Anweisung einen Foliensatz in der aktiven Vorlage. Gemini in Google Slides erzeugt seit 2026 vollständige Präsentationen im Seitenbereich, außerdem Bilder und Zusammenfassungen. Beide Funktionen arbeiten im Dateiformat, das du ohnehin nutzt.

Das löst das Exportproblem vollständig, weil kein Export stattfindet. Bezahlt wird es nach unserer Einschätzung mit einer schlichteren Gestaltung. Die eingebauten Funktionen bauen eher unauffällige Folien, die spezialisierten Werkzeuge setzen stärker auf Optik.

Welcher Weg passt zu deiner Situation?

Die Entscheidung hängt an drei Fragen, nämlich an der Vorlage, am Empfänger der Datei und an der Vertraulichkeit des Inhalts.

  • Pflichtvorlage im Unternehmen: Weg 2 oder Weg 3. Alles andere endet in Nacharbeit am Master.
  • Freier Vortrag, Konferenz, Pitch ohne Vorgaben: Weg 1, weil die Gestaltung dort am schnellsten überzeugt.
  • Die Datei geht an Dritte, die weiterarbeiten: Weg 2, sonst bekommt der Empfänger unbearbeitbare Folien.
  • Interne Zahlen und Namen im Material: Weg 3 in der eigenen Umgebung, oder Weg 2 mit anonymisierten Platzhaltern.
  • Zwanzig Folien bis morgen früh: Weg 1 für den Rohbau, danach zwei Stunden für Kürzung und Zahlen.

Woran erkennt man eine KI-Präsentation von außen?

Das Publikum benennt es selten, merkt es aber oft. Sechs Merkmale tauchen in unbearbeiteten Foliensätzen häufig auf.

  • Dreierlisten überall: viele Folien haben genau drei Punkte, unabhängig davon, ob das Thema zwei oder fünf hergibt.
  • Gleiche Satzlänge: alle Stichpunkte sind ungefähr gleich lang, weil das Modell auf Symmetrie hin formuliert.
  • Titel ohne Aussage: Überschriften wie „Herausforderungen“ oder „Ausblick“ statt eines Satzes, der die Kernbotschaft der Folie transportiert.
  • Sinnfreie Symbolbilder: Zahnräder, Glühbirnen, aufsteigende Pfeile, leuchtende Gehirne. Sie sagen nichts und kosten Aufmerksamkeit.
  • Runde Zahlen ohne Quelle: „bis zu 40 Prozent Zeitersparnis“ ohne Angabe, woher der Wert stammt.
  • Ein Fazit, das die Gliederung wiederholt: die letzte Folie fasst zusammen, ohne eine Entscheidung oder eine Aufforderung zu enthalten.

Die Gegenmittel sind schnell umgesetzt. Brich die Dreierstruktur bewusst auf, schreib jeden Folientitel als Aussagesatz, wirf jedes Bild raus, das du nicht erklären kannst, und belege jede Zahl mit einer Quelle in der Fußzeile.

Was geht beim Export nach PowerPoint kaputt?

Hier liegt der Punkt, an dem die meisten Zeitpläne reißen. Die webbasierten Präsentationswerkzeuge rendern ihre Folien für den Browser, und beim Export in das PPTX-Format muss diese Darstellung in ein anderes System übersetzt werden. Dabei kann einiges verloren gehen.

Was typischerweise bricht

  • Schriften: die Themenschrift wird in die Datei eingebettet. Klappt das nicht, ersetzt PowerPoint sie durch eine installierte Schrift, und jede Zeile bricht an einer anderen Stelle um.
  • Textfelder: komplexere Folien landen teilweise als Bild in der Datei. Der Text darauf lässt sich dann nicht mehr ändern, auch nicht für einen Tippfehler.
  • Animationen und Übergänge: sie gehen beim Export häufig verloren.
  • Diagramme: ein interaktives Diagramm aus dem Web wird zur statischen Grafik ohne hinterlegte Datentabelle.
  • Folienmaster: die exportierte Datei bringt ihre eigene Layoutstruktur mit. Sie passt nicht in die Firmenvorlage, und das Umhängen auf den eigenen Master zieht die Formatierung schief.

Wie du den Bruch vermeidest

Vier Vorkehrungen helfen in vielen Fällen, und keine davon kostet mehr als ein paar Minuten.

  • Früh testen: exportiere nach den ersten drei Folien einmal probeweise, statt am Ende mit dreißig Folien in das Problem zu laufen.
  • Standardschriften wählen: ein Thema mit Arial, Calibri oder einer anderen weit verbreiteten Schrift übersteht den Wechsel wesentlich besser als eine exotische Hausschrift.
  • Layouts einfach halten: überlappende Elemente, Verläufe und randlose Vollbilder gehören zu den häufigen Ursachen dafür, dass eine Folie als Bild exportiert wird.
  • PDF für die reine Vorführung: wenn niemand die Datei weiterbearbeiten muss, ist ein PDF-Export der sichere Weg. Er sieht überall gleich aus und kennt keine Schriftprobleme.

Wenn du weißt, dass die Datei in eine Firmenvorlage muss, dreh die Reihenfolge um. Lass die KI Text und Struktur liefern, öffne die Vorlage und füll die Folien selbst. Der Nachbau von Hand dauert oft kürzer als die Reparatur eines misslungenen Exports.

Warum ist die Gliederung die eigentliche Arbeit?

Eine Präsentation scheitert selten am Design. Sie scheitert daran, dass die Reihenfolge der Gedanken nicht stimmt und das Publikum zu spät erfährt, worum es geht. Diese Reihenfolge festzulegen dauert zwanzig Minuten und entscheidet über alles Weitere. Gib die Struktur vor, dann füllt die KI sie sauber. Gib sie nicht vor, erzeugt sie eine Themenliste ohne Richtung.

Aufbau für einen Fachvortrag

  • Einstieg mit einer Beobachtung: ein konkreter Fall, eine Zahl, ein Widerspruch, der neugierig macht. Eine Folie.
  • Die Frage: was genau ist ungeklärt, und warum betrifft es die Anwesenden. Eine Folie.
  • Was bekannt ist: Stand der Dinge, kurz gehalten, mit Quellen. Zwei bis drei Folien.
  • Dein Beitrag: Vorgehen, Datenbasis, Methode. Drei bis fünf Folien, das ist der Kern.
  • Ergebnisse: eine Aussage pro Folie, das Diagramm groß, der Text klein.
  • Grenzen: was die Daten nicht hergeben. Diese Folie bringt dir Glaubwürdigkeit im anschließenden Gespräch.
  • Was folgt daraus: Konsequenz statt Zusammenfassung. Eine Folie.

Aufbau für einen Verkaufstermin

  • Das Problem des Kunden in seinen Worten: keine Firmenvorstellung am Anfang. Eine Folie.
  • Was es kostet, nichts zu tun: Zeit, Geld, Risiko, möglichst mit einer Zahl aus dem Vorgespräch.
  • Dein Lösungsweg: in drei Schritten erklärt, ohne Produktdetails.
  • Beleg: ein vergleichbarer Fall mit Ergebnis, kein Logo-Teppich.
  • Umsetzung: Ablauf, Dauer, wer was tut. Diese Folie beantwortet die stille Frage nach dem Aufwand.
  • Preis: offen genannt, mit Varianten. Wer den Preis versteckt, verliert das Gespräch an dieser Stelle.
  • Nächster Schritt: ein konkreter Termin, keine Dankesfolie.

Beide Strukturen kannst du dem Modell als Vorgabe mitgeben. Genau das macht den Unterschied zwischen einem Foliensatz, der wie jeder andere aussieht, und einem, der zu deinem Termin passt.

Wie viel Text gehört auf eine Folie?

Die alte Regel mit sechs Zeilen zu sechs Wörtern stammt aus einer Zeit ohne Beamer mit hoher Auflösung. Nützlicher ist eine Unterscheidung nach Verwendungszweck, denn eine Folie hat je nach Situation eine andere Aufgabe.

Vortragsfolie und Lesefolie

Eine Vortragsfolie unterstützt dich beim Sprechen. Sie trägt einen Aussagesatz als Titel, ein Bild oder ein Diagramm und höchstens drei kurze Stichpunkte. Alles, was du sagst, steht dort nicht. Eine Lesefolie wird verschickt und ohne dich gelesen. Sie darf ganze Sätze enthalten und mehr Text tragen, weil niemand danebensteht und erklärt.

Das Problem entsteht, wenn beides dieselbe Datei ist. Der übliche Ausweg ist eine schlanke Vortragsfassung plus ein separates Handout mit dem ausführlichen Text. Wie du dieses Handout mit KI aus demselben Material erzeugst, steht im Ratgeber zu Handouts mit KI.

Das Verhältnis von Folie und Vortrag

Wenn deine Folie alles enthält, was du sagst, liest das Publikum schneller, als du sprichst, und hört dir nicht mehr zu. Die Folie soll deshalb weniger zeigen als du erzählst, aber genug, damit jemand nach zwei Minuten Gedankenabwesenheit wieder einsteigen kann. Der Aussagesatz im Titel leistet genau das. Für die Länge gilt ein einfacher Richtwert von etwa einer Minute Redezeit je Folie, was bei zwanzig Minuten Vortrag rund fünfzehn bis zwanzig Folien ergibt.

Wie kommen Bilder und Diagramme auf die Folien?

Bilder sind die Stelle, an der KI-Präsentationen am schnellsten unseriös wirken. Ein falsches Bild schadet mehr, als gar keines nützt.

Wann KI-Bilder in einer geschäftlichen Präsentation vertretbar sind

Für abstrakte Konzepte, Hintergrundflächen und stimmungsgebende Illustrationen sind erzeugte Bilder unproblematisch, solange sie keine echten Personen zeigen. Sobald ein Bild eine Tatsache behauptet, also ein Produkt, ein Gebäude, eine Person oder eine Situation aus deinem Unternehmen, gehört ein echtes Foto auf die Folie. Ein erzeugtes Team auf der Über-uns-Folie fällt auf und beschädigt genau das Vertrauen, um das es im Termin geht.

Rechtlich lohnt ein Blick in die Nutzungsbedingungen des jeweiligen Bildwerkzeugs, weil die kommerzielle Nutzung teilweise an einen bezahlten Tarif gebunden ist. Welche Werkzeuge welche Rechte einräumen, ist im Überblick zu KI-Bildgeneratoren aufgeschlüsselt. Prüf außerdem, ob dein Haus interne Regeln zur Kennzeichnung erzeugter Bilder hat. Viele Unternehmen haben 2026 genau dazu etwas festgelegt.

Diagramme, und was die KI daran nicht kann

Ein Sprachmodell kann dir sagen, welche Darstellungsform zu deinen Daten passt, und das ist mehr wert, als es klingt. Zeitreihen gehören in ein Liniendiagramm, Anteile eines Ganzen in ein gestapeltes Balkendiagramm, Vergleiche zwischen Kategorien in einfache Balken. Kreisdiagramme funktionieren nur bei zwei bis drei Segmenten.

Was das Modell nicht kann, ist deine Zahlen kennen. Gib die Werte als Tabelle mit, lass dir die Beschriftung und die Kernaussage formulieren und baue das Diagramm im Tabellenprogramm oder direkt in PowerPoint. Für Infografiken mit mehreren Elementen sind spezialisierte Werkzeuge wie Piktochart die bessere Wahl als eine allgemeine Präsentations-KI.

Wie hilft KI bei Sprechernotizen und der Vortragsvorbereitung?

Dieser Teil wird oft übersehen und bringt gemessen am Aufwand viel. Ein Sprachmodell kann drei Dinge, die sonst niemand für dich erledigt.

  • Sprechernotizen im eigenen Ton: gib eine Textprobe von dir mit und lass die Notizen daran anpassen. Ohne diese Probe klingen sie leicht nach Pressemitteilung.
  • Die kritischen Rückfragen: lass dir die zehn unangenehmsten Fragen zu deinem Foliensatz stellen, samt der Person, die sie stellen würde. Das ist eine der wirksamsten Vorbereitungen auf eine Diskussion.
  • Zeitprüfung: lass die Sprechernotizen auf Wörter zählen. Bei ruhigem Vortragstempo sind etwa 120 Wörter pro Minute realistisch, damit lässt sich die Länge vor der Generalprobe abschätzen.

Wer die Notizen in ein Werkzeug wie Notion AI oder in eine gemeinsame Datei legt, kann sie im Team kommentieren lassen, bevor der Termin ansteht. Das ersetzt die Probe nicht, findet aber die Stellen, an denen die Argumentation Lücken hat.

Was gehört zur Barrierefreiheit einer Präsentation?

Vier Punkte decken den größten Teil ab, und die KI-Werkzeuge liefern sie oft nicht von selbst mit.

  • Alternativtexte: jedes Bild und jedes Diagramm braucht eine Beschreibung des Inhalts, nicht des Aussehens. Ein Sprachmodell formuliert dir den Entwurf, wenn du ihm sagst, was auf dem Bild passiert.
  • Kontrast: die Richtlinien der Web Content Accessibility Guidelines fordern ein Verhältnis von 4,5 zu 1 für normalen Text und 3 zu 1 für große Schrift. Helle Grautöne auf weißem Grund, wie sie in manchen KI-Vorlagen vorkommen, fallen durch.
  • Lesereihenfolge: Screenreader gehen die Elemente in der Reihenfolge durch, in der sie angelegt wurden. In PowerPoint prüfst du das im Auswahlbereich und sortierst dort nach.
  • Keine Information allein über Farbe: rote und grüne Balken ohne Beschriftung sind für einen Teil des Publikums bedeutungslos.

PowerPoint bringt eine eingebaute Barrierefreiheitsprüfung mit, die fehlende Alternativtexte und schwache Kontraste findet. Für Behörden und öffentliche Stellen ist das keine Kür, dort greift die Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung. Im Unternehmen ist es schlicht eine Frage dessen, wie viele Leute im Raum deine Folien lesen können.

Darf man interne Zahlen in ein Cloud-Werkzeug geben?

Sobald Umsatzzahlen, Kundennamen, Personaldaten oder unveröffentlichte Strategien in den Eingabetext wandern, verlassen sie das Haus. Bei einem kostenlosen Zugang eines Anbieters ohne Vertrag ist das eine Übermittlung an einen Dritten, für die es keine Grundlage gibt. Enthält das Material personenbezogene Daten, verlangt Artikel 28 der Datenschutz-Grundverordnung einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung.

Drei Wege lösen das im Alltag. Erstens der geschäftliche Tarif des Anbieters, bei dem Eingaben vertraglich vom Training ausgenommen sind. Zweitens die eigene Umgebung, also Microsoft 365 Copilot oder Gemini im Google-Workspace-Konto des Unternehmens, wo die Daten den Mandanten nicht verlassen. Drittens die Arbeit mit Platzhaltern, bei der du echte Zahlen erst nach dem Textentwurf von Hand einsetzt. Ausführlich steht das im Ratgeber zu vertraulichen Dokumenten und KI.

Welche Prompts liefern brauchbare Ergebnisse?

Vier Anweisungen decken den kompletten Ablauf ab. Sie funktionieren in jedem gängigen Sprachmodell und lassen sich mit deinen Angaben in den eckigen Stellen füllen.

Prompt für die Gliederung

„Du bist erfahrener Vortragsberater. Ich halte am [Datum] einen Vortrag von [Minuten] Minuten vor [Zielgruppe, Vorwissen, Anzahl]. Ziel des Termins ist [Entscheidung, Zustimmung, Wissensvermittlung]. Thema ist [Thema]. Entwirf eine Gliederung mit einer Folie je Zeile. Schreib zu jeder Folie den Titel als vollständigen Aussagesatz und in Klammern die Kernbotschaft in maximal zwölf Wörtern. Nenne mir außerdem die drei Folien, die ich streichen könnte, falls die Zeit knapp wird.“

Prompt für die Folientexte

„Hier ist meine bestätigte Gliederung: [Gliederung einfügen]. Formuliere für jede Folie höchstens drei Stichpunkte mit je maximal zehn Wörtern. Keine ganzen Sätze, keine Füllwörter, keine Wiederholung des Titels. Wo eine Zahl nötig wäre, schreib [ZAHL] als Platzhalter statt eines geschätzten Werts. Markiere jede Folie, auf der ein Diagramm mehr leisten würde als Text.“

Prompt für Sprechernotizen

„Schreib zu jeder Folie Sprechernotizen für einen gesprochenen Vortrag. Zielwert sind 120 Wörter je Minute, insgesamt [Minuten] Minuten. Hier ist eine Textprobe von mir, an deren Ton du dich halten sollst: [200 Wörter eigener Text]. Nutze kurze Hauptsätze, keine Aufzählungen im Fließtext, und formuliere zu jeder Folie einen Übergangssatz zur nächsten.“

Prompt für den kritischen Gegenblick

„Hier ist mein fertiger Foliensatz als Text: [Text einfügen]. Übernimm die Rolle einer skeptischen Person aus [Rolle, zum Beispiel Einkauf, Fachbereich, Geschäftsführung]. Nenne die zehn unangenehmsten Rückfragen in der Reihenfolge, in der sie im Termin kommen werden. Markiere danach jede Aussage in meinen Folien, die ohne Beleg dasteht, und jede Stelle, an der ich etwas behaupte, das aus den genannten Zahlen nicht folgt.“

Was kosten die Werkzeuge im August 2026?

Die Preise stammen von den Seiten der Anbieter, geprüft am 31. August 2026. Wo ein Betrag nur im Jahresabo gilt, steht es dabei. Bei Anbietern, die in US-Dollar abrechnen, kommt in Deutschland die Umsatzsteuer hinzu.

Spezialisierte Präsentationswerkzeuge

  • Gamma: kostenloser Tarif mit 400 Guthabenpunkten bei der Anmeldung, bis zu zehn Folien je Eingabe und Gamma-Markierung im Export. Plus kostet 9 US-Dollar je Platz und Monat, gültig nur im Jahresabo mit 108 US-Dollar. Pro liegt bei 18 US-Dollar im Jahresabo, also 216 US-Dollar, Ultra bei 90 US-Dollar im Jahresabo. Bei monatlicher Zahlung liegen die Beträge höher, Gamma beziffert die Ersparnis des Jahresabos mit bis zu 28 Prozent.
  • Beautiful.ai: kein dauerhaft kostenloser Tarif. Pro kostet 12 US-Dollar im Monat im Jahresabo und 45 US-Dollar bei monatlicher Zahlung. Team liegt bei 40 US-Dollar je Platz im Jahresabo und 50 US-Dollar monatlich. Eine einzelne Präsentation gibt es einmalig für 45 US-Dollar, der Probezeitraum über 14 Tage verlangt eine Kreditkarte.
  • Plus AI: Zusatzwerkzeug für Google Slides und PowerPoint, vier Stufen von 10 bis 200 US-Dollar je Nutzer und Monat im Jahresabo. Bei monatlicher Zahlung sind es 15 bis 240 US-Dollar. Abgerechnet wird über monatliche Guthabenpunkte, die Einstiegsstufe enthält 1.500.
  • MagicSlides: rechnet ebenfalls über Modell-Guthaben ab, der Einstieg liegt bei 29 US-Dollar im Monat bei monatlicher Zahlung. Wie sich das im Alltag schlägt, steht in den Erfahrungen zu MagicSlides.
  • Canva Pro: rund 11,99 Euro im Monat oder 109,99 Euro im Jahr, inklusive der KI-Funktionen aus dem Magic Studio. Der Betrag im Bezahlvorgang ist maßgeblich, weil Canva regional unterschiedlich auszeichnet.

Eingebaute Funktionen und Sprachmodelle

  • Microsoft 365 Copilot: 18,20 Euro je Benutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung als Listenpreis, derzeit mit einem Aktionspreis von 15,60 Euro. Das ist ein Zusatz und setzt ein bestehendes Microsoft-365-Abonnement voraus.
  • Google Workspace: Business Starter 6,80 Euro, Business Standard 13,60 Euro und Business Plus 21,10 Euro je Nutzer und Monat, abgerechnet monatlich. Die Gemini-Funktionen gehören zum Umfang der Tarife, die Erzeugung vollständiger Präsentationen in Slides ist an Business Standard und höher gebunden.
  • ChatGPT Plus: 20 US-Dollar im Monat, in Deutschland rund 23 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Der Vergleich der Stufen steht in der Übersicht zu den ChatGPT-Kosten.
  • Claude Pro: 20 US-Dollar im Monat, in Euro je nach Kurs bei rund 18 Euro, mit Nachlass im Jahresabo.

Für die meisten Einzelnutzer reicht ein Sprachmodell-Abo, das ohnehin vorhanden ist, plus der kostenlose Tarif eines Präsentationswerkzeugs für den optischen Rohbau. Ein zweites bezahltes Abo lohnt nach unserer Einschätzung erst ab etwa einer Präsentation pro Woche.

Was passiert, wenn ein Anbieter das Produkt einstellt?

Diese Frage klingt paranoid und ist es nicht. Tome war eines der bekanntesten Präsentationswerkzeuge mit KI, kündigte im Oktober 2024 den Rückzug an und schaltete das Produkt am 30. April 2025 ab. Wer seine Foliensätze bis dahin nicht exportiert hatte, verlor sie. Das Unternehmen baut heute ein ganz anderes Produkt.

Daraus folgen zwei einfache Gewohnheiten. Exportiere jede Präsentation, die du behalten willst, direkt nach dem Termin als PPTX und als PDF und leg sie dorthin, wo deine anderen Dateien liegen. Behalte außerdem das Quellmaterial, also Gliederung, Zahlen und Sprechernotizen, in einer Textdatei bei dir. Damit ist ein Werkzeugwechsel eine Stunde Arbeit statt eines Totalverlusts. Eine Übersicht über den aktuellen Bestand der Anbieter findest du in der Sammlung der KI-Tools.

Wie lange dauert der Weg vom Rohentwurf zur fertigen Datei?

Ein grober Zeitplan für zwanzig Folien könnte so aussehen, gerechnet für jemanden, der das Thema kennt.

  • Gliederung schärfen: 20 bis 30 Minuten, davon der größte Teil ohne Werkzeug am Blatt Papier.
  • Rohbau erzeugen lassen: 5 Minuten.
  • Kürzen und Titel umschreiben: 30 bis 45 Minuten. Hier fällt oft ein Teil der Folien weg.
  • Zahlen einsetzen und prüfen: 20 Minuten, mit Blick in die Originalquelle bei jedem Wert.
  • Bilder und Diagramme: 30 Minuten.
  • Export, Vorlage, Barrierefreiheitsprüfung: 20 Minuten, mehr bei einer strengen Firmenvorlage.
  • Sprechernotizen und einmal laut durchgehen: 30 Minuten.

Das summiert sich auf gut zweieinhalb Stunden. Ohne KI wären es vier bis fünf. Die Ersparnis ist real und deutlich kleiner als das, was die Anbieter in ihren Beispielvideos zeigen. Wer den ersten Entwurf ungeprüft in einen Termin trägt, spart die zweieinhalb Stunden und zahlt sie im Gespräch zurück. Wie sich das Vorgehen für einzelne Anlässe unterscheidet, ist im Ratgeber zur Präsentationserstellung mit KI weiter aufgeschlüsselt.

Häufige Fragen

Welches KI-Tool erstellt die besten Präsentationen?
Das hängt daran, wo die Datei landen soll. Für einen freien Vortrag ohne Vorlagenzwang liefert Gamma nach unserer Einschätzung den optisch stärksten Rohbau in wenigen Minuten. Muss die Präsentation in eine Firmenvorlage, ist der Weg über ein Sprachmodell und den Bau in PowerPoint verlässlicher, weil kein Export dazwischenliegt. Wer ohnehin Microsoft 365 oder Google Workspace nutzt, kommt mit den eingebauten Funktionen ohne zusätzliches Abo aus.
Kann man mit ChatGPT direkt eine PowerPoint-Datei erzeugen?
Über die Textausgabe allein nicht. ChatGPT liefert Gliederung, Folientitel, Stichpunkte und Sprechernotizen als Text, den du in PowerPoint einfügst. Mit der Gliederungsansicht in PowerPoint geht das schnell, weil sich Titel und Unterpunkte aus einem strukturierten Text übernehmen lassen. Für eine fertige Datei brauchst du entweder ein Zusatzwerkzeug wie Plus AI oder ein Präsentationswerkzeug, das den Export selbst übernimmt.
Warum lässt sich meine exportierte KI-Präsentation in PowerPoint nicht bearbeiten?
Webbasierte Präsentationswerkzeuge rendern ihre Folien für den Browser. Beim Export in das PPTX-Format werden komplexere Folien teilweise als Bild abgelegt, weil sich das Layout sonst nicht übertragen ließe. Der Text darauf ist dann festgelegt. Einfachere Layouts, verbreitete Schriften und ein früher Testexport nach den ersten Folien reduzieren das Problem deutlich.
Wie viele Folien braucht ein Vortrag von 20 Minuten?
Als Richtwert gilt etwa eine Minute Redezeit je Folie, also rund fünfzehn bis zwanzig Folien. Entscheidend ist die Textmenge je Folie. Wer ganze Sätze zeigt, braucht deutlich länger pro Folie, weil das Publikum liest statt zuzuhören. Eine verlässliche Gegenprobe ist die Wortzahl der Sprechernotizen, denn bei ruhigem Tempo sind etwa 120 gesprochene Wörter je Minute realistisch.
Darf ich Firmenzahlen in ein KI-Präsentationstool eingeben?
Bei einem kostenlosen Zugang ohne Vertrag ist davon abzuraten, weil die Daten das Haus verlassen und es dafür keine Grundlage gibt. Enthält das Material personenbezogene Daten, verlangt Artikel 28 der Datenschutz-Grundverordnung einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Sicher sind der geschäftliche Tarif des Anbieters, die eigene Microsoft- oder Google-Umgebung oder die Arbeit mit Platzhaltern, in die du die echten Werte erst am Ende einsetzt.
Merkt das Publikum, dass eine Präsentation mit KI erstellt wurde?
Bei einem unbearbeiteten Foliensatz oft ja, auch wenn es selten ausgesprochen wird. Typisch sind drei Stichpunkte auf jeder Folie, gleich lange Sätze, nichtssagende Überschriften wie Herausforderungen oder Ausblick, Symbolbilder mit Zahnrädern und Glühbirnen sowie runde Zahlen ohne Quelle. Wer die Titel als Aussagesätze umschreibt, die Dreierstruktur aufbricht und jedes Bild prüft, nimmt dem Foliensatz diese Handschrift.