KI-Produktivität

Präsentation mit KI erstellen: 8 Tools im Vergleich, mit Preisen und Exportformaten

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Illustration zum Toolvergleich KI-Präsentationstools, Kategorie KI-Produktivität | vergleich.cc

Donnerstagabend, der Vortrag ist am Freitagmorgen, und die Folien existieren bisher als Stichpunktliste. Für genau diesen Fall sind KI-Präsentationstools gebaut. Aus einer Handvoll Stichworten wird ein Foliensatz mit Struktur, Bildern und einem Layout, das nicht nach Standardvorlage aussieht.

Dieser Vergleich stellt acht Werkzeuge vor, die im deutschsprachigen Raum eine Rolle spielen. Im Blick stehen die Gliederung, die Qualität des deutschen Texts, der Export nach PowerPoint und die Kosten. Die Einordnung beruht auf Herstellerangaben und redaktioneller Einschätzung, Preise mit Stand August 2026.

Die Alternativen im direkten Vergleich

ToolEinstiegspreisGratis-VarianteDeutschServerstandort
Gammaab 9 $/MonatJa, 400 CreditsJaUSA
Canvaab 11,99 €/MonatJa, begrenztJaAustralien/USA
Microsoft 365 Copilot28 €/Nutzer/MonatNeinJaUSA, EU-Datengrenze
Beautiful.aiab 14,50 $/MonatNein, 14 Tage TestTeilweiseUSA
Plus AIab 10 $/NutzerNein, 7 Tage TestJaUSA
MagicSlidesab 29 $/MonatJa, begrenztJaUSA
Presentations.AIab 20 $/MonatJaTeilweiseUSA
Preziab 5 €/MonatJa, öffentlichJaUSA/EU

Alle Preise ohne Gewähr. Stand: August 2026.

Gamma: der schnellste Weg zu ansehnlichen Folien

Gamma war die erste Anwendung, die Präsentationen als scrollbare Karten behandelt statt als Folien mit fester Größe. Ausgeben lassen sie sich danach als Deck, Dokument oder Webseite. Aus wenigen Sätzen Eingabe entsteht ein Foliensatz mit passenden Bildern, Symbolen und Zwischenüberschriften.

Die Free-Stufe bringt 400 Credits beim Anmelden und erlaubt bis zu zehn Folien je Prompt. Plus kostet 9 US-Dollar je Platz und Monat mit 1.000 Credits monatlich und bis zu 100 Folien je Prompt, jährlich gezahlt sind es 108 US-Dollar. Darüber liegen Pro und Business.

Die deutsche Textqualität schätzen wir als gut ein, die Bildauswahl als meist passend. Wer im Anschluss in PowerPoint arbeiten muss, sollte mit Nacharbeit rechnen, weil sich das kartenbasierte Layout nur eingeschränkt auf feste Folien übertragen lässt. Details in den Gamma Erfahrungen.

Canva: Präsentation als Teil des Designsystems

Canva erzeugt Präsentationen aus einem Prompt und stellt sie sofort in dein Markenkit mit Farben, Schriften und Logo. Für Teams, die ohnehin Social-Media-Grafiken und Dokumente in Canva bauen, ist das der geringste Bruch im Arbeitsfluss.

Die Free-Stufe enthält wenige KI-Credits, Canva Pro kostet 11,99 Euro im Monat oder rund 110 Euro im Jahr, Teams starten bei 9 Euro je Nutzer. Der Präsentationsmodus mit Notizen, Timer und Live-Fragen dürfte der ausgereifteste im Vergleich sein.

Die KI-Gliederung wirkt auf uns gegenüber Gamma etwas flacher, dafür ist die Nachbearbeitung im gewohnten Canva-Editor angenehmer. Welche Layoutprogramme sonst infrage kommen, steht im Vergleich der Canva Alternativen.

Microsoft 365 Copilot: Folien aus dem eigenen Material

Copilot in PowerPoint baut Präsentationen aus Dokumenten, die bereits im Unternehmen liegen. Ein Word-Bericht wird zum Foliensatz, ein bestehendes Deck lässt sich kürzen oder in eine andere Struktur bringen. Der Vorteil liegt im Zugriff auf SharePoint, OneDrive und Teams.

Der Preis liegt bei 28 Euro je Nutzer und Monat für Microsoft 365 Copilot, Copilot Pro für Privatpersonen kostet 22 Euro im Monat und setzt ein Microsoft-365-Abo voraus. Für Geschäftskunden ist die EU-Datengrenze verfügbar, was die Datenschutzprüfung erheblich verkürzt.

Gestalterisch bleibt das Ergebnis bei den Firmenvorlagen, was je nach Vorlage Fluch oder Segen ist. Die Gliederungsvorschläge schätzen wir als solide ein, die Bildauswahl als schwächer als bei Gamma.

Beautiful.ai: Folien, die sich selbst ausrichten

Beautiful.ai arbeitet mit Vorlagen, die ihr Layout automatisch anpassen, sobald du Inhalte hinzufügst. Ein Diagramm mit vier statt drei Balken verschiebt nichts, weil die Folie sich neu ordnet. Für Menschen, die sich nicht mit Ausrichtung beschäftigen wollen, ist das der ruhigste Weg zu sauberen Folien.

Der Individual-Plan kostet 14,50 US-Dollar im Monat bei Jahreszahlung, der Team-Plan 40 US-Dollar je Nutzer und Monat. Eine dauerhaft kostenlose Stufe gibt es nicht, dafür einen 14-tägigen Probezeitraum.

Die deutsche Oberfläche fehlt, die KI-Texterzeugung gilt als zurückhaltender als bei Gamma. Wer eigene Inhalte hat und nur ein gutes Layout sucht, ist hier richtig.

Plus AI: KI direkt in Google Slides und PowerPoint

Plus AI setzt als Erweiterung direkt auf Google Slides und PowerPoint auf, eine eigene Oberfläche gibt es nicht. Die erzeugten Folien sind von Anfang an echte Slides-Dateien, mit den Schriften, Farben und Mastern deiner Vorlage.

Der Einstieg kostet 10 US-Dollar je Nutzer und Monat bei Jahreszahlung, monatlich 15 US-Dollar, mit 1.500 KI-Credits. Alle Pläne beginnen mit einem siebentägigen Probezeitraum.

Für Firmen mit verbindlicher Präsentationsvorlage ist das die praktischste Lösung im Vergleich, weil der Export entfällt. Optisch bleibt das Ergebnis so gut wie deine Vorlage.

MagicSlides: aus Text, PDF oder YouTube-Video

MagicSlides nimmt beliebige Quellen entgegen, von einem Textabsatz über eine PDF bis zum Link auf ein YouTube-Video, und macht daraus einen Foliensatz. Als Erweiterung für Google Slides ist es schnell eingerichtet.

Premium kostet 29 US-Dollar im Monat mit Modell-Credits im gleichen Wert, Premium Plus 34 US-Dollar. Eine kleine Gratis-Stufe gibt es für erste Versuche.

Die Layouts wirken nüchtern und funktional. Einordnung in unserer Bewertung von MagicSlides.

Presentations.AI: Vorlagen mit Markenlogik

Presentations.AI erzeugt Decks aus einem Prompt und legt den Schwerpunkt auf konsistente Markenführung über alle Folien. Es gibt eine Gratis-Stufe, der Einstieg kostet 20 US-Dollar im Monat oder 240 US-Dollar im Jahr, die Teamstufe liegt bei 100 US-Dollar.

Die Ergebnisse wirken ordentlich, für deutsche Präsentationen rechnen wir aber mit mehr Nacharbeit als bei Gamma oder Canva.

Prezi: für Vorträge, die keine Folien sein sollen

Prezi ist der Sonderfall im Feld. Statt Folien nacheinander zu zeigen, bewegt sich die Darstellung über eine große Fläche und zoomt in Details. Für Vorträge, in denen Zusammenhänge wichtiger sind als Reihenfolge, funktioniert das gut.

Die Preise beginnen bei 5 Euro im Monat, die mittlere Stufe kostet 15 Euro, die obere 25 Euro, jeweils mit 14 Tagen Probezeitraum. Eine kostenlose Variante gibt es, dort sind alle Präsentationen öffentlich.

Die KI-Funktionen sind schmaler als bei den anderen Kandidaten. Prezi steht hier für den Fall, dass die Darstellungsform selbst der Punkt ist.

Worauf du vor dem Abo achten solltest

Die wichtigste Frage ist, wo die Präsentation am Ende landet. Muss sie in PowerPoint weiterbearbeitet oder in einer Firmenvorlage gehalten werden, kommen nur Plus AI, Microsoft Copilot und mit Abstrichen Canva infrage. Bei allen anderen musst du mit Layoutfehlern beim Export rechnen, die von Hand nachgezogen werden müssen.

Der zweite Punkt ist der Credit-Verbrauch. Jedes Deck verbraucht Credits, Bilder und Nachbearbeitungen kommen dazu. Wer wöchentlich präsentiert, dürfte mit einem Plan ab 1.000 Credits im Monat gut versorgt sein.

Drittens der Datenschutz. Für interne Zahlen, Personalthemen oder unveröffentlichte Strategien brauchst du einen Geschäftstarif mit Auftragsverarbeitungsvertrag. Microsoft ist hier nach unserer Einschätzung für deutsche Unternehmen am einfachsten zu prüfen, die kleineren Anbieter verarbeiten in der Regel in den USA.

Für wen sich welches Tool lohnt

Für Selbstständige und kleine Teams, die schnell gut aussehende Decks brauchen, ist Gamma für 9 US-Dollar im Monat nach unserer Einschätzung die beste Mischung aus Tempo und Ergebnis. Wer bereits in Canva arbeitet, bleibt dort und spart sich ein zweites Abo.

In Unternehmen mit Microsoft-365-Umgebung ist Copilot die naheliegende Wahl, weil Datenschutz und Vorlagen geklärt sind. Firmen mit strenger Präsentationsvorlage und Google Workspace nehmen Plus AI.

Beautiful.ai lohnt sich für alle, die eigene Inhalte haben und nur ein verlässliches Layout suchen. MagicSlides ist das Werkzeug für alle, die aus vorhandenen Dokumenten und Videos Folien machen.

Fazit

KI-Präsentationstools nehmen dir die Rohfassung ab, den Vortrag halten sie nicht. Alle vorgestellten Werkzeuge liefern eine brauchbare Grundgliederung, der Feinschliff bleibt Handarbeit. Wer regelmäßig präsentiert, spart bei der Rohfassung genug Zeit, um ein Abo zwischen 9 und 28 Euro im Monat zu rechtfertigen.

Ein Hinweis für Umsteiger: Tome, lange Zeit die Alternative zu Gamma, hat das Präsentationsprodukt eingestellt. Wer dort noch Inhalte liegen hat, sollte sie sichern und wechseln.

Häufige Fragen zu KI-Präsentationstools

Welches KI-Tool erstellt die besten Präsentationen?
Für ein schnelles, optisch stimmiges Ergebnis aus Stichpunkten ist Gamma nach unserer Einschätzung das stärkste Werkzeug im Vergleich. Wer die Folien danach in PowerPoint weiterbearbeitet und dort in der Firmenvorlage bleiben muss, fährt mit Plus AI oder Microsoft 365 Copilot besser, weil dort das Ergebnis von Anfang an ein echtes PowerPoint-Dokument ist.
Kann ich mit KI eine Präsentation kostenlos erstellen?
Ja, für einzelne Präsentationen. Gamma gibt beim Anmelden 400 Credits, was für erste Decks reicht. Canva und Presentations.AI haben ebenfalls Gratis-Stufen mit kleinen KI-Kontingenten. Dauerhaft kostenlos und ohne Wasserzeichen bekommst du keine der vorgestellten Lösungen.
Lassen sich KI-Präsentationen in PowerPoint exportieren?
Gamma, Canva, MagicSlides, Beautiful.ai und Presentations.AI exportieren nach PPTX. Mit Formatierungsverlusten beim Export solltest du rechnen, vor allem bei Spalten und eigenen Schriften. Plus AI und Microsoft Copilot arbeiten direkt in PowerPoint oder Google Slides, dort entfällt das Problem.
Wie gut sind KI-Präsentationen auf Deutsch?
Die Textqualität dürfte bei allen Tools mit Sprachmodell im Hintergrund brauchbar sein, weil sie dieselben Modelle nutzen wie die großen Chatbots. Typische Schwachstellen sind Fachbegriffe und zu lange Folientexte, die im Layout abgeschnitten werden können. Ein Korrekturdurchgang bleibt in jedem Fall nötig.
Was ist mit Tome passiert?
Tome hat das Präsentationsprodukt eingestellt und sich auf Vertriebssoftware verlegt. Wer dort Präsentationen liegen hatte, sollte sie exportiert haben. Als Ersatz mit ähnlicher Bedienlogik kommt Gamma am nächsten.