Runway bündelt mehrere Spitzenmodelle und Nachbearbeitungswerkzeuge unter einer Oberfläche, und das hat seinen Preis. Fünfzehn US-Dollar im Monat reichen für etwa 50 Sekunden erzeugtes Video, was bei zwei bis drei Versuchen pro Einstellung schnell knapp wird.
Wir haben acht Alternativen geprüft und dabei nach Aufgabe sortiert: generative Clips, sprechende Personen und zusammengesetzte Videos aus vorhandenem Material. Preise mit Stand August 2026.
Die Alternativen im direkten Vergleich
| Tool | Einstiegspreis | Gratis-Variante | Deutsch | Serverstandort |
|---|---|---|---|---|
| Kling | ab 10 $/Monat | Ja, Tagescredits | Teilweise | China |
| Google Veo (Flow) | ab 4,99 €/Monat | Ja, sehr begrenzt | Ja | USA |
| Luma Dream Machine | ab 30 $/Monat | Ja, begrenzt | Oberfläche englisch | USA |
| Pika | ab 8 $/Monat | Ja | Oberfläche englisch | USA |
| Higgsfield | ab 19 $/Monat | Ja, begrenzt | Oberfläche englisch | USA |
| Hailuo | ab 9,99 $/Monat | Ja, Tagescredits | Teilweise | China |
| Synthesia | ab 18 $/Monat | Ja, 3 Min./Monat | Ja | EU/USA |
| InVideo | ab 17 $/Monat | Ja, mit Wasserzeichen | Ja | USA |
Alle Preise ohne Gewähr. Stand: August 2026.
Kling: mehr Sekunden fürs Geld
Kling liefert die stabilsten Bewegungsabläufe im Test. Menschen gehen glaubhaft, Hände bleiben Hände, und die Clips halten länger durch, bevor das Bild kippt. Für Werbung und Musikvideos ist das der praktisch wichtigste Punkt.
Der Standard-Plan kostet 10 US-Dollar im Monat mit 660 Credits, Pro 37 US-Dollar mit 3.000 Credits, Premier 92 US-Dollar mit 8.000 Credits. Gemessen an der Sekunde ist Kling deutlich günstiger als Runway.
Der Haken liegt beim Datenschutz. Die Verarbeitung findet in China statt, für Firmenmaterial mit Personen im Bild ist das ein Ausschlusskriterium. Details im Kling Testbericht.
Google Veo: bereits im Abo enthalten
Wer Google AI Plus für 4,99 Euro oder AI Pro für 21,99 Euro im Monat bezahlt, hat Videogenerierung im Paket. Flow gibt 200 beziehungsweise 1.000 Credits im Monat, dazu kommt die Anbindung an die übrigen Google-Dienste.
Die Bildqualität liegt auf Augenhöhe mit Runway, bei Kamerabewegungen wirkt Veo natürlicher. Der große Unterschied ist der Ton, den Veo direkt mitgeneriert, wenn auch bei deutscher Sprache unzuverlässig.
Für Menschen, die bereits ein Google-Abo haben, ist das die günstigste Lösung überhaupt. Mehr im Veo Testbericht und unter Gemini Kosten.
Luma Dream Machine: schnell im Ausprobieren
Luma erzeugt Clips schneller als die meisten Konkurrenten, was beim Durchspielen von Bildideen hilft. Die Pläne kosten 30, 90 und 300 US-Dollar im Monat, eine kleine Gratis-Stufe gibt es.
Bei komplexen Szenen mit mehreren Personen fällt Luma zurück. Als Ergänzung für schnelle Entwürfe funktioniert es, als alleiniges Werkzeug ist es zu teuer für das Gebotene.
Pika: der günstige Zugang
Pika kostet 8, 28 und 76 US-Dollar in den drei Stufen und hat eine kostenlose Variante. Die Effekte, mit denen sich Objekte im Bild verformen, aufblasen oder auflösen lassen, sind eigenständig und auf Social Media beliebt.
Die reine Bildqualität liegt hinter Runway und Kling. Für verspielte Clips und den Einstieg ohne großes Budget ist es die richtige Wahl. Details im Pika Testbericht.
Higgsfield: Kamerafahrten auf Knopfdruck
Higgsfield hat sich auf Kamerabewegungen spezialisiert, die als Voreinstellung wählbar sind. Drohnenflug, Handkamera, Kreisfahrt um ein Objekt. Für Musikvideos und Werbeclips mit klarer Bildsprache spart das viele Versuche.
Starter kostet 19 US-Dollar mit 270 Credits, Plus 59 US-Dollar (47 bei Jahreszahlung) mit 1.200 Credits, Ultra 129 US-Dollar (99 jährlich) mit 9.000 Credits.
Als alleiniges Werkzeug ist Higgsfield zu schmal, als Ergänzung sinnvoll.
Hailuo: günstig mit langen Clips
Hailuo beginnt bei 9,99 US-Dollar im Monat und liefert für den Preis erstaunlich brauchbare Ergebnisse, vor allem bei Bewegungen und Übergängen. Die Warteschlangen sind zu Stoßzeiten lang.
Wie bei Kling liegt die Verarbeitung in China, mit denselben Folgen für den betrieblichen Einsatz. Für private Projekte und Entwürfe ist das Preis-Leistungs-Verhältnis stark.
Synthesia: wenn jemand sprechen soll
Sobald im Video eine Person etwas erklärt, ist ein generatives Modell das falsche Werkzeug. Synthesia setzt einen Avatar vor eine Kulisse und lässt ihn deinen Text vortragen, in sauberem Deutsch und mit passender Lippenbewegung.
Free erlaubt drei Minuten im Monat, Starter kostet 29 US-Dollar (18 US-Dollar jährlich), Creator 89 beziehungsweise 64 US-Dollar. Für Geschäftskunden ist eine Verarbeitung in Europa verfügbar.
Videos von mehreren Minuten am Stück sind hier kein Problem, weil kein Bild neu erfunden wird. Details im Synthesia Testbericht und im Vergleich der Synthesia Alternativen.
InVideo: aus Skript wird Video
InVideo setzt aus einem Text ein Video mit Archivmaterial, Musik und Sprecherstimme zusammen. Nichts daran ist generativ erfunden, dafür ist das Ergebnis in Minuten fertig und beliebig lang.
Plus kostet 17 US-Dollar im Monat bei Jahreszahlung mit 75 Credits, Max 85 US-Dollar mit 390 Credits, Generative 170 US-Dollar mit 800 Credits. Die Gratis-Variante setzt ein Wasserzeichen.
Für Erklärvideos, Produktvorstellungen und Nachrichtenformate ist das die pragmatischste Lösung. Einordnung im InVideo Testbericht.
Was Runway weiterhin voraushat
Erstens die Auswahl. Unter einer Oberfläche liegen mehrere Spitzenmodelle, du wechselst je Aufgabe, ohne den Dienst zu tauschen. Wer bei einem Anbieter bleiben will, bekommt hier die größte Bandbreite.
Zweitens die Nachbearbeitung. Hochskalierung, Lippensynchronität, eigene Stimmen und Bildbearbeitung stecken im selben Abo. Bei den Spezialisten brauchst du dafür zusätzliche Werkzeuge.
Drittens die Verlässlichkeit im Betrieb. Warteschlangen sind kurz, Ausfälle selten, und die Oberfläche ist auf Produktionsabläufe ausgelegt statt auf Ausprobieren.
Fazit
Wer nur Clips erzeugt, spart mit Kling oder Hailuo deutlich. Wer ohnehin ein Google-Abo hat, prüft zuerst Veo, bevor ein weiteres Abo dazukommt. Wer Menschen sprechen lassen will, braucht Synthesia, und wer aus Skripten Videos baut, InVideo.
Runway bleibt die richtige Wahl für alle, die verschiedene Modelle und Nachbearbeitung an einem Ort brauchen. Was das Abo genau enthält, steht unter Runway Kosten.