Suno hat KI-Musik massentauglich gemacht. Wer damit arbeitet, stößt trotzdem irgendwann an Grenzen: bei der Feinheit des Arrangements, bei den Download-Limits oder bei der Frage, ob es Musik ohne Gesang auch günstiger gibt.
Dieser Vergleich stellt sieben Alternativen vor, sortiert nach dem, wofür Musik gebraucht wird. Songs mit Gesang, Hintergrundmusik für Videos und instrumentale Stücke für Spiele und Anwendungen. Preise mit Stand 15. Oktober 2026, geprüft auf den Preisseiten der Anbieter, die Einordnungen zur Klangqualität sind redaktionelle Einschätzungen.
Die Alternativen im direkten Vergleich
| Tool | Einstiegspreis | Gratis-Variante | Deutsch | Serverstandort |
|---|---|---|---|---|
| Udio | ab 8 $/Monat | Ja, 100 Credits/Monat, keine Downloads | Gesang auf Deutsch möglich | USA |
| Google Flow Music (früher Riffusion) | ab 6 $/Monat (jährlich) | Ja, tägliche Credits | Teilweise | |
| Mubert | ab 11,69 $/Monat | Ja, 5 Downloads mit Namensnennung | instrumental | USA |
| Soundraw | ab 5,83 €/Monat (jährlich) | Anhören ohne Download | instrumental | Japan/USA |
| Beatoven | Abo nach Minuten | Ja, begrenzt | instrumental | Indien/USA |
| ElevenLabs Music | ab 6 $/Monat | Ja, 10.000 Credits | Ja | USA |
| Stable Audio | Community-Lizenz oder ab 12 $/Monat | Ja, unter 1 Mio. $ Umsatz | instrumental | eigener Rechner möglich |
Alle Preise ohne Gewähr. Stand: Oktober 2026.
Udio: der direkte Konkurrent
Udio ist Suno am nächsten und liegt in einzelnen Punkten vorn, etwa bei den Übergängen zwischen Strophe und Refrain und bei der Möglichkeit, einzelne Abschnitte gezielt neu zu erzeugen.
Die Free-Stufe gibt 10 Credits am Tag und 100 im Monat. Standard kostet 10 US-Dollar im Monat (8 US-Dollar bei Jahreszahlung) mit 2.400 Credits, Pro 30 US-Dollar (24 US-Dollar jährlich) mit 6.000 Credits. Zusätzliche Credits lassen sich nachkaufen, 100 Stück für 3 US-Dollar oder 1.000 für 25 US-Dollar.
Wichtig vor dem Abschluss: Seit der Partnerschaft mit Universal Music (Oktober 2025) sind Downloads von Audio, Video und Stems laut Hilfecenter abgeschaltet. Die Nutzungsbedingungen erlauben die Ergebnisse nur für private, nicht kommerzielle Zwecke, auch in den Bezahlplänen. Für Musik in Videos, Werbung oder Veröffentlichungen scheidet Udio damit derzeit aus.
Deutsche Texte lassen sich bei beiden verwenden, die Betonung steuerst du am besten über die Schreibweise. Details in den Udio Erfahrungen.
Google Flow Music (früher Riffusion): günstiger Einstieg mit Google-Modell
Aus Riffusion ist ein Google-Produkt geworden. Der Dienst hieß zuletzt ProducerAI, kam im Februar 2026 zu Google Labs und heißt seit April 2026 Google Flow Music, riffusion.com leitet dorthin weiter. Die Songs mit Gesang erzeugt jetzt Googles Musikmodell Lyria 3.5.
Laut Preisseite gibt es eine kostenlose Stufe mit täglich aufgefüllten Credits. Starter kostet 8 US-Dollar im Monat (6 US-Dollar bei Jahreszahlung) mit 3.000 Credits, Plus 24 US-Dollar (18 US-Dollar) mit 10.000 Credits und Member 64 US-Dollar (48 US-Dollar) mit 30.000 Credits. Heruntergeladen wird als MP3, WAV oder M4A, auch einzelne Spuren lassen sich exportieren.
Wer viel ausprobieren und wenig zahlen will, findet hier einen der günstigsten Einstiege im Vergleich.
Mubert: Musik nach Stimmung und Länge
Mubert geht einen anderen Weg. Statt Songs zu erzeugen, stellt es Stücke nach Stimmung, Genre und exakter Länge zusammen, was für Videovertonung praktischer ist. Ein Clip von 47 Sekunden bekommt Musik von 47 Sekunden.
Der Creator-Plan kostet 14 US-Dollar im Monat (11,69 US-Dollar bei Jahreszahlung) und ist laut Preisseite nur für nicht kommerzielle Nutzung gedacht. Kommerzielle Nutzung und Monetarisierung beginnen bei Pro für 39 US-Dollar (32,49), Business für Agenturen, Apps und Spiele kostet 199 US-Dollar (149,29). Kostenlos gibt es 25 Stücke und fünf Downloads im Monat, nur mit Namensnennung und nicht kommerziell. Veröffentlichungen auf Spotify und ähnlichen Diensten schließt Mubert in allen Plänen aus.
Gesang gibt es nicht. Für YouTube, Podcasts und Werbeclips ist das selten ein Verlust.
Soundraw: Bausteine statt Zufall
Soundraw erzeugt Stücke, die sich anschließend in Bausteinen anpassen lassen. Du verschiebst Höhepunkte, tauschst Abschnitte aus und veränderst die Instrumentierung, ohne das Stück neu erzeugen zu müssen. Für Videoschnitt mit festen Bildwechseln ist das die praktischste Arbeitsweise im Vergleich.
Die Preisseite zeigte am 15. Oktober 2026 Euro-Beträge: Creator 9,99 Euro im Monat (5,83 Euro bei Jahreszahlung), darüber die Artist-Pläne für 19,99, 29,99 und 49,99 Euro. Ohne Abo kannst du laut Hilfecenter Stücke erzeugen und anhören, für Downloads brauchst du ein Abo. Der Anbieter zeigt regional unterschiedliche Preise, maßgeblich ist der Betrag im Bezahlvorgang.
Gesang fehlt auch hier, der Schwerpunkt liegt ganz auf Instrumentalstücken.
Beatoven: Musik für Videos und Spiele
Beatoven zielt auf Menschen, die Musik als Beiwerk brauchen. Stimmung wählen, Länge festlegen, Stück erzeugen. Abgerechnet wird nach Minuten, es gibt eine begrenzte kostenlose Nutzung.
Die Stücke sind auf Untermalung ausgelegt, sie sollen nicht stören und die Stimmung tragen. Für Erklärvideos und Podcast-Übergänge reicht das, für einen Song mit Wiedererkennungswert nicht.
ElevenLabs Music: Musik neben Stimmen
ElevenLabs ist vor allem für Sprachausgabe bekannt und erzeugt inzwischen auch Musik. Für alle, die ohnehin dort Stimmen produzieren, entfällt damit ein zweites Abo.
Die Free-Stufe gibt 10.000 Credits im Monat und enthält laut Preisseite bereits Musik, Starter kostet 6 US-Dollar mit 30.000 Credits und erlaubt die kommerzielle Nutzung der Musik, Creator 22 US-Dollar mit 121.000 Credits, Pro 99 US-Dollar mit 600.000 Credits.
An die Songqualität von Suno und Udio reicht es nicht heran. Als Beigabe in einem Abo, das du sowieso hast, ist es trotzdem nützlich. Details in den ElevenLabs Erfahrungen und unter ElevenLabs Kosten.
Stable Audio: offen und lokal
Stable Audio von Stability AI gibt es auf zwei Wegen. Die offenen Modelle von Stable Audio 3.0 (erschienen im Mai 2026) lassen sich unter der Community-Lizenz kostenlos selbst betreiben, solange der Jahresumsatz unter einer Million US-Dollar liegt. Wer die Modelle lokal betreibt, behält die Kontrolle über die erzeugten Stücke und über die Eingaben.
Wer keine eigene Hardware nutzen will, bekommt die Web-App unter stableaudio.com. Free gibt 50 Credits ohne kommerzielle Nutzung, Solo kostet 12 US-Dollar, Session 30, Producer 90 und Studio 199 US-Dollar im Monat, ab Solo mit kommerzieller Lizenz.
Der Preis für den Eigenbetrieb ist Aufwand. Du brauchst passende Hardware und Einarbeitung, und die Ergebnisse verlangen mehr Nachbearbeitung als bei den fertigen Diensten. Für Studios und Entwicklerteams mit eigener Infrastruktur ist es trotzdem die flexibelste Lösung.
Die Rechtslage, die für alle gilt
In den Bezahlplänen räumen die meisten vorgestellten Anbieter kommerzielle Nutzungsrechte ein. Ausnahmen sind Udio, das laut Nutzungsbedingungen nur private Nutzung erlaubt, und der Creator-Plan von Mubert. Die Lizenz regelt das Verhältnis zum Anbieter und nicht die urheberrechtliche Lage.
An rein maschinell erzeugter Musik entsteht in Deutschland kein Urheberrecht, weil die persönliche geistige Schöpfung fehlt. Du darfst die Stücke nutzen, kannst anderen die Nutzung aber kaum verbieten, und eine Anmeldung bei einer Verwertungsgesellschaft scheidet aus.
Sobald ein erheblicher menschlicher Anteil dazukommt, etwa eigener Text, eigene Melodie oder eine wesentliche Bearbeitung, ändert sich die Bewertung. Wo genau die Grenze liegt, ist noch nicht abschließend geklärt.
Für wen sich welches Tool lohnt
Wer Songs mit Gesang veröffentlichen oder in Videos nutzen will, bleibt bei Suno oder probiert Google Flow Music ab 6 US-Dollar bei Jahreszahlung. Udio taugt derzeit nur für Stücke, die du in der App anhörst, weil Downloads abgeschaltet sind.
Für Videovertonung sind Mubert und Soundraw die besseren Werkzeuge, weil sie Länge und Aufbau steuerbar machen. Für Erklärvideos und Podcasts reicht Beatoven.
Wer bei ElevenLabs schon Stimmen produziert, probiert die Musikfunktion, bevor er ein zweites Abo abschließt. Wer Kontrolle über Daten und Modelle braucht, betreibt Stable Audio selbst.
Fazit
Suno bleibt der bequemste Weg zum fertigen Song. Udio gilt bei Nutzern als musikalisch feiner, erlaubt derzeit aber weder Downloads noch kommerzielle Nutzung, Google Flow Music ist die günstige Alternative mit Downloads. Bei Instrumentalmusik für Videos sind die spezialisierten Anbieter praktischer, weil sie Länge und Stimmung genau treffen.
Der Preis ist bei allen niedrig genug, um zwei Werkzeuge parallel zu nutzen. Entscheidend ist die Frage, ob du Songs oder Untermalung brauchst, weil sich die Anbieter genau daran teilen. Was Suno selbst kostet, steht unter Suno Kosten.