Ein Jingle für den Podcast, Hintergrundmusik für ein Video, ein Geburtstagslied mit eigenem Text. Suno erzeugt das in zwei Minuten, und die erste Begeisterung endet meistens bei der Frage, was das im Monat kostet und ob man die Songs überhaupt verwenden darf.
Diese Übersicht zeigt die Preise, den tatsächlichen Credit-Verbrauch pro fertigem Song und die Rechtslage in Deutschland. Stand August 2026.
Suno Preise 2026 im Überblick
| Plan | Preis pro Monat | Credits | Kommerzielle Nutzung |
|---|---|---|---|
| Free | 0 $ | Tageskontingent | Nein |
| Pro | 8 $ (96 $/Jahr) | 2.500 (rund 500 Songs) | Ja |
| Premier | 24 $ (288 $/Jahr) | 10.000 (rund 2.000 Songs) | Ja |
Alle Preise ohne Gewähr. Stand: August 2026. Im Jahresabo spart Suno 20 Prozent.
Was die kostenlose Stufe kann
Free gibt dir ein tägliches Credit-Kontingent und Zugriff auf das beste frei verfügbare Modell. Damit lassen sich mehrere Songs pro Tag erzeugen, was zum Ausprobieren reicht und für private Zwecke oft schon genügt.
Zwei Grenzen sind wichtig. Die kommerzielle Nutzung ist ausgeschlossen, was auch für monetarisierte YouTube-Videos und für Musik in Werbung gilt. Dazu sind die Downloads begrenzt, die Songs bleiben in erster Linie auf der Plattform.
Pro für 8 US-Dollar: der Punkt, an dem es sich lohnt
Pro kostet 8 US-Dollar im Monat oder 96 US-Dollar im Jahr und bringt 2.500 Credits, 20 Downloads im Monat und die kommerziellen Nutzungsrechte für alles, was du während des Abos erzeugst. Dazu kommt der Zugriff auf die neueren Modellversionen.
Für Podcasts, YouTube-Kanäle und kleine Werbeprojekte ist das der sinnvolle Einstieg, weil die Rechtefrage geklärt ist. Der Betrag liegt unter dem, was eine einzelne Lizenz aus einer Musikbibliothek kostet.
Die Grenze von 20 Downloads im Monat ist der Punkt, den viele übersehen. Erzeugen kannst du hunderte Songs, herunterladen deutlich weniger. Wer viel produziert, stößt daran zuerst.
Premier für 24 US-Dollar: für Vielproduzenten
Premier vervierfacht das Guthaben auf 10.000 Credits, hebt die Downloads auf 60 im Monat und schaltet erweiterte Bearbeitungsfunktionen frei. Der Plan richtet sich an Menschen, die Musik in Serie brauchen, etwa für Werbeagenturen, Spieleprojekte oder Kanäle mit hoher Ausspielfrequenz.
Als Faustregel: Wer im Monat mehr als 20 fertige Songs veröffentlicht, rechnet mit Premier. Alle anderen bleiben bei Pro.
Wie viele Credits ein Song wirklich kostet
Auf dem Papier kostet ein Durchlauf fünf Credits und liefert zwei Fassungen. Praktisch brauchst du für einen brauchbaren Song mehrere Versuche, weil Textbetonung, Länge oder Stimmung selten beim ersten Mal passen.
Dazu kommen Erweiterungen, wenn ein Song verlängert werden soll, und Nachbearbeitungen einzelner Passagen. Rechne realistisch mit 20 bis 40 Credits, bis eine Fassung wirklich sitzt. Aus 2.500 Credits werden damit eher 60 bis 120 fertige Songs als 500.
Die Credits verfallen zum Monatsende und lassen sich nicht ansparen. Wer stoßweise produziert, sollte das bei der Planung berücksichtigen.
Die Rechtslage in Deutschland
Suno räumt dir in den Bezahlplänen die kommerziellen Nutzungsrechte an deinen Songs ein. Das ist die vertragliche Seite und regelt das Verhältnis zwischen dir und dem Anbieter.
Die urheberrechtliche Seite sieht anders aus. Ein Werk im Sinne des deutschen Urheberrechts setzt eine persönliche geistige Schöpfung voraus, die bei rein maschinell erzeugter Musik fehlt. Praktisch heißt das, du darfst die Musik nutzen, hast daran aber kein eigenes Urheberrecht und kannst Dritten die Nutzung kaum verbieten.
Für die Anmeldung bei der GEMA ist das entscheidend. Rein KI-erzeugte Stücke sind nicht anmeldefähig. Kommt ein erheblicher menschlicher Anteil dazu, etwa eigener Text und eigene Melodieführung, ist die Bewertung im Einzelfall zu klären.
Ein dritter Punkt betrifft Stimmen und Stile. Songs, die erkennbar die Stimme einer real existierenden Person nachbilden, sind unabhängig von den Nutzungsbedingungen des Anbieters heikel, weil Persönlichkeitsrechte dagegenstehen.
Was bei einer Kündigung mit den Songs passiert
Die kommerziellen Nutzungsrechte gelten für Songs, die du während eines laufenden Bezahlabos erzeugt hast. Kündigst du, bleiben diese Rechte für die bereits erzeugten Stücke bestehen, neue Songs fallen dagegen unter die Bedingungen der kostenlosen Stufe.
Praktisch heißt das: Lade alles herunter, was du behalten willst, solange das Abo läuft. Die Download-Grenze von 20 Stücken im Monat im Pro-Plan wird an dieser Stelle zum Problem, weil sich eine große Sammlung nicht in einem Rutsch sichern lässt.
Sichere zusätzlich die Prompts und Songtexte in einer eigenen Datei. Sie sind der eigentliche Wert deiner Arbeit, und sie lassen sich damit später auch bei einem anderen Anbieter weiterverwenden.
Was Suno im Vergleich kostet
Mit 8 US-Dollar ist Suno günstiger als die meisten Musikbibliotheken mit Abo und günstiger als Udio, das bei 10 US-Dollar im Monat beginnt und bei Jahreszahlung ebenfalls auf 8 US-Dollar kommt. Riffusion startet bei 6 US-Dollar, Mubert bei 14 US-Dollar.
Gegenüber lizenzfreier Stockmusik ist der Preisvorteil erheblich, weil dort einzelne Titel oft zweistellige Beträge kosten. Der Nachteil ist die fehlende Rechtssicherheit im urheberrechtlichen Sinn, die eine gekaufte Lizenz mitbringt.
Der engste Konkurrent im Detail steht im Udio Testbericht, die inhaltliche Bewertung von Suno im Suno Testbericht.
Fazit
Für 8 US-Dollar im Monat bekommst du bei Suno mehr Musik, als die meisten je verwenden. Der Preis ist nicht das Thema, die Rechtefrage schon.
Für private Projekte reicht die kostenlose Stufe. Sobald Geld im Spiel ist, brauchst du Pro, weil dort die kommerzielle Nutzung erlaubt ist. Wer Musik verwerten statt nur verwenden will, sollte wissen, dass an rein maschinell erzeugten Stücken kein Urheberrecht entsteht.
Aktuelle Preise direkt bei Suno
Die Preise in diesem Artikel haben den Stand August 2026. Maßgeblich ist immer der Betrag, der dir im Bezahlvorgang angezeigt wird.
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