Bei Runway steht der Monatspreis prominent auf der Seite, die eigentliche Frage lautet aber, wie viel Video darin steckt. Die Antwort hängt am Credit-System, und genau dort kann die erste Rechnung überraschen.
Diese Übersicht rechnet Credits in Sekunden um, zeigt die Unterschiede zwischen den Plänen und sagt, wo sich sparen lässt. Stand August 2026.
Runway Preise 2026 im Überblick
| Plan | Monatlich | Jährlich pro Monat | Credits pro Monat |
|---|---|---|---|
| Free | 0 $ | 0 $ | 125 einmalig |
| Standard | 15 $ | 12 $ | 625 |
| Pro | 35 $ | 28 $ | 2.250 |
| Max | 95 $ | 76 $ | 9.500 |
| Enterprise | auf Anfrage | auf Anfrage | individuell |
Alle Preise ohne Gewähr. Stand: August 2026.
Was ein Credit wert ist
Runway rechnet jede Erzeugung in Credits ab, und der Verbrauch hängt vom gewählten Modell ab. Beim aktuellen Spitzenmodell kostet eine Sekunde Video rund zwölf Credits, beim schnelleren Modell etwa sechs. Ein Bild in 1080p liegt bei etwa acht Credits.
Daraus ergibt sich die Rechnung, die vor dem Abschluss wichtig ist:
| Plan | Sekunden im Spitzenmodell | Sekunden im schnellen Modell | Bilder in 1080p |
|---|---|---|---|
| Standard (625) | rund 52 | rund 104 | rund 78 |
| Pro (2.250) | rund 187 | rund 375 | rund 281 |
| Max (9.500) | rund 791 | rund 1.900 | rund 1.187 |
Näherungswerte nach Angaben des Anbieters. Stand: August 2026.
Wichtig dabei ist, dass es sich um erzeugte Sekunden handelt. Wer eine bestimmte Bildidee sucht, braucht in der Regel mehrere Anläufe, und nicht jeder Clip ist verwendbar. Plane deshalb einen deutlichen Puffer ein.
Free: nur zum Anschauen
Die kostenlose Stufe gibt 125 Credits, und zwar einmalig statt monatlich. Das reicht für rund zehn Sekunden im guten Modell. Dazu kommen Wasserzeichen und ein eingeschränkter Modellzugang.
Als Testlauf ist das brauchbar, um die Oberfläche kennenzulernen. Für eine ernsthafte Beurteilung der Bildqualität ist die Menge zu klein.
Standard für 15 US-Dollar: der Einstieg
Standard bringt 625 Credits im Monat, entfernt die Wasserzeichen und schaltet alle Bild- und Videomodelle frei, dazu Hochskalierung auf 4K. Für gelegentliche Projekte, einzelne Werbeclips oder das Ausprobieren von Bildideen reicht das.
Bei Jahreszahlung kostet der Plan 12 US-Dollar im Monat. Wer mehr braucht, kauft Credits nach, was allerdings teurer ist als der Wechsel in den nächsthöheren Plan.
Pro für 35 US-Dollar: die Arbeitsstufe
Pro vervierfacht das Guthaben auf 2.250 Credits und schaltet zusätzlich eigene Stimmen für Lippensynchronisation und Sprachausgabe frei, dazu 100 GB Speicher und die Hochskalierung mit Topaz. Die 500 GB Speicher gibt es erst im Max-Plan.
Für Menschen, die regelmäßig produzieren, ist das die passende Stufe. Das sind rund drei Minuten erzeugtes Material im Spitzenmodell, abzüglich der Anläufe, die du verwirfst.
Max für 95 US-Dollar: für Produktionen
Max liefert 9.500 Credits und erlaubt als einziger Plan, nicht verbrauchtes Guthaben einen Monat mitzunehmen. Dazu kommen unbegrenzte Nutzung einzelner Modelle in bestimmten Zeiträumen und die höchsten Prioritäten in der Warteschlange.
Das rechnet sich für Agenturen und Produktionen mit laufenden Projekten. Für Einzelpersonen ist der Sprung von 35 auf 95 US-Dollar selten zu rechtfertigen.
Wo sich sparen lässt
Erstens die Modellwahl. Das schnelle Modell kostet die Hälfte und reicht nach unserer Einschätzung für Entwürfe aus. Erst wenn die Bildidee sitzt, wechselst du auf das teure Modell für die finale Fassung.
Zweitens die Auflösung. In der Entwurfsphase in niedriger Auflösung arbeiten und erst am Ende hochskalieren spart erheblich, weil die Hochskalierung günstiger ist als die Neuerzeugung.
Drittens die Jahreszahlung. Zwanzig Prozent Rabatt sind ein guter Wert, allerdings nur für Werkzeuge, die du seit einigen Monaten verlässlich nutzt. In einem Markt, der sich halbjährlich verschiebt, ist eine Jahresbindung sonst riskant.
Credits nachkaufen oder Plan wechseln
Wenn das Guthaben vor Monatsende leer ist, hast du zwei Möglichkeiten. Der Nachkauf einzelner Credit-Pakete ist bequem und teurer als das im Abo enthaltene Guthaben. Der Wechsel in den nächsthöheren Plan gilt sofort und rechnet den bereits gezahlten Betrag an.
Als Faustregel: Wer zweimal hintereinander nachkaufen musste, fährt mit dem größeren Plan günstiger. Wer einmal im Quartal an die Grenze stößt, bleibt beim kleineren Plan und kauft nach.
Ein dritter Punkt betrifft Teams. Standard, Pro und Max sind laut Runway seit September 2026 Einzelpläne, weitere Mitglieder kommen über den Team-Plan dazu. Er kostet 69 US-Dollar je Sitz und Monat, bei Jahreszahlung 55 US-Dollar, und ist für zwei bis neun Sitze gedacht. Jeder Sitz bringt 6.900 Credits in ein gemeinsames Guthaben, aus dem alle im Team erzeugen (Stand Oktober 2026). Das gleicht aus, wenn einige viel und andere wenig erzeugen.
Wie sich Runway preislich einordnet
Kling ist bei reiner Videogenerierung günstiger, der Standard-Plan kostet 10 US-Dollar mit 660 Credits. Luma beginnt bei 30 US-Dollar, Pika bei 8 US-Dollar. Wer Google AI Pro für 21,99 Euro bezahlt, hat mit Veo bereits einen Generator im Abo.
Der Grund für Runway liegt weniger im Preis pro Sekunde als in der Breite. Mehrere Spitzenmodelle unter einer Oberfläche, dazu Werkzeuge für Hochskalierung, Lippensynchronität und Stimmen. Wer nur Clips erzeugen will, fährt anderswo günstiger.
Wie sich der günstigste Konkurrent schlägt, steht in den Kling Erfahrungen, die inhaltliche Bewertung von Runway in den Runway Erfahrungen.
Fazit
Für 15 US-Dollar bekommst du bei Runway knapp eine Minute erzeugtes Video im besten Modell, verwendbar ist davon nach mehreren Anläufen nur ein Teil. Wer das weiß, wird von der Rechnung nicht überrascht.
Für gelegentliche Projekte reicht Standard, für regelmäßige Produktion ist Pro die richtige Stufe. Max lohnt sich erst, wenn Video zum Tagesgeschäft gehört. Wer nur einzelne Clips braucht, prüft vorher, ob Kling oder das eigene Google-Abo den Bedarf günstiger abdecken.
Aktuelle Preise direkt bei Runway
Die Preise in diesem Artikel haben den Stand August 2026. Maßgeblich ist immer der Betrag, der dir im Bezahlvorgang angezeigt wird.
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